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John Galliano, Kate Moss

Eric Ryan/Getty Images

Dazu fällt uns nur eins ein: Wie wird John Galliano wohl einen möglichen Gefängnisoverall aufpeppen?

Der ehemalige Christian-Dior-Designer könnte im Gefängnis landen, denn die Pariser Staatsanwaltschaft gab heute bekannt, dass er wegen seiner anti-semitischen Kommentare gegenüber einem Paar in einem Pariser Café vor Gericht muss. Die Entscheidung folgte einer Ermittlung der Polizei nach dem Vorfall.

Das Äußern von anti-semitischen Kommentaren ist in Frankreich strafbar, und wenn der Designer schuldig gesprochen wird, könnte ihm das sechs Monate Gefängnis einbringen und über $31.000 an Strafgeldern. Die Verhandlung soll in der zweiten Jahreshälfte stattfinden.

Der redselige Modedesigner versucht nun, Schadensbegrenzung zu betreiben, in dem er bestreitet, sich einer kriminellen Handlung schuldig gemacht zu haben.

"Ich dementiere jegliche Anschuldigungen, die gegen mich erhoben wurden, und habe bei der Ermittlung der Polizei kooperiert", sagte er. "Eine Gruppe unbeteiligter Zeugen hat ausgesagt, dass ich verbal belästigt wurde und auch völlig grundlos tätlich angegriffen wurde. Jemand versuchte, einen Stuhl nach mir zu werfen, weil ihm mein Aussehen und meine Kleidung nicht gefielen. Aus diesem Grund habe ich nun rechtliche Schritte wegen Rufmord und Bedrohung eingeleitet."

"Ich verstehe jedoch, dass die gegen mich erhobenen Vorwürfe die Menschen zutiefst schockiert und verärgert haben. Ich muss für die Umstände, durch die ich in ein schlechtes Licht geraten bin, Verantwortung übernehmen und auch für die Tatsache, dass ich mich schlecht verhalten habe."

"Ich kann hierfür niemandem die Schuld geben, außer mir selber und muss mich mit meinem eigenen Versagen auseinandersetzen, um das Verständnis der Menschen zu erwirken. Aus diesem Grund habe ich mir Hilfe gesucht. Ich kann nur hoffen, dass ich diese Probleme in den Griff kriege und dass die Leute mir irgendwann vergeben werden."

"Ich habe mein ganzes Leben lang gegen Vorurteile, Intoleranz und Diskriminierung angekämpft und war dem selbst oft ausgesetzt. Meine Arbeit wird davon inspiriert, alle Menschen aus allen ethnischen Schichten, Abstammungen, Religionen und persönlicher sexueller Orientierung zusammenzubringen. Durch die Mode versuche ich, die verschiedenen Kulturen und ethnischen Hintergründe aller zu vereinen. Daran hat sich nichts geändert."

"Antisemitismus und Rassismus haben in unserer Gesellschaft nichts zu suchen. Ich möchte mich dafür entschuldigen, dass mein Verhalten andere verletzt hat."

Galliano äußerte sich jedoch nicht zu dem "Ich liebe Hitler"-Video, das im Internet aufgetaucht war (bei der britischen Sun).

Nun wurde bekannt, dass Gallianos Freundinnen Kate Mossund Naomi Campbellihm nahelegten, in Arizona in Therapie zu gehen. Galliano hatte nicht geäußert, was für eine Art von Hilfe er erhält und sein derzeitiger Aufenthaltsort ist auch unbekannt.

Video: Natalie Portmans Dior-Werbung