The Wrestler, Mickey Rourke

Niko Tavernise/Fox Searchlight Pictures

Wir raten niemandem, sich mit Mickey Rourke anzulegen. Sehen Sie sich nur das Foto aus The Wrestler an, dann wissen Sie, warum.

Der 52-jährige Schauspieler hat tatsächliche alle Stunts für seine Figur Randy "The Ram" Robinson, ein gealterter, von Steroiden aufgepumpter, ehemaliger Wrestling-Champion der 80er-Jahre, selbst gemacht. Randy ist zwar physisch und mental am Ende, kämpft aber trotzdem weiterhin im Ring, um sich etwas Geld zu verdienen.

Und es ist tatsächlich Rourke persönlich, der die Schläge einsteckt und von seinem Gegner über die Seile geworfen wird.

Regisseur Darren Aronofsky gibt zu, dass es ihm dabei nicht gerade sehr wohl gewesen sei.

"Wir waren bei den Dreharbeiten extrem vorsichtig", erzählte Aronofsky bei der L.A.-Premiere des Films. "Wir hatten für diese Szenen nicht gerade viel Zeit, denn wir drehten mit Live-Wrestlern bei Live-Events mit Live-Fans, von daher hatten wir nur ein oder zwei Takes und das war's."

Glücklicher Weise wurde Rourke nicht verletzt.

Rourke, der bereits eine Golden Globe-Nominierung für seine Rolle absahnte, wird wohl aller Wahrscheinlichkeit nach auch eine Oscar-Nominierung erhalten. "Sehen Sie ihm nur mal in die Augen", sagte Aronofsky und erzählte, warum er den Schauspieler, der ein echtes Bad-Boy-Image in Hollywood hat, trotzdem engagierte. "Wenn man ihn nur oberflächlich sieht, wirkt er eher hart, aber wenn man ihm nur mal richtig in die Augen sieht, merkt man, dass er einen weichen Kern hat."

Dieser Blick in seine Augen hat jedoch Seltenheitswert. "Wenn ich mir irgendwas in diesem Film zuschreiben darf, dann, dass Mickey Rourke nicht den ganzen Film über eine Sonnenbrille trägt", sagte Aronofsky mit einem Lachen. "Glauben Sie mir, er kam jeden Tag mit einem neuen Paar an und wollte dieses auch anbehalten."

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