• Share
  • Tweet
  • Share
Angelina Jolie

Danny Martindale/WireImage

Die Oscar-Gewinnerin und sechsfache Mom Angelina Jolie enthüllte am Dienstag  in einem offenen Beitrag in der New York Times, dass sie sich im Februar vorsorglich beide Brüste abnehmen ließ, nachdem ihr die Ärzte mitgeteilt hatten, dass sie das defekte BRCA1-Gen in sich trage, das ihr Risiko für Brustkrebs um 87 Prozent erhöhe.

„Ich kann mich glücklich schätzen, einen Partner wie Brad Pitt zu haben, der so liebevoll und unterstützend ist", schrieb Jolie (37). „An alle, die eine Frau oder Freundin haben, die durch diese Behandlung geht: Seien Sie sich sicher, dass Sie ein sehr wichtiger Teil dieses Übergangs sind. Brad war jede Minute im Pink Lotus Breast Center, wo ich behandelt wurde, dabei. Wir haben uns Momente geschaffen, in denen wir zusammen lachen konnten. Wir wussten einfach, dass das Richtige für unsere Familie ist und dass es uns näher zueinander bringt. Und das hat es."

Jolie wollte damit nicht nur ihren Angehörigen versichern, dass diese Herausforderung zu meistern ist:

"Ich wollte meine Geschichte nicht geheim halten, weil viele Frauen nicht wissen, dass sie möglicherweise unter dem Schatten des Krebs leben", schrieb sie. „Ich hoffe, dass auch sie sich einem Gentest unterziehen und dass sie, sollte auch bei ihnen ein höheres Krebsrisiko diagnostiziert werden, wissen, dass es Möglichkeiten gibt, dem vorzubeugen."

Sie gestand, dass ihr diese Entscheidung "nicht leicht" fiel, dass sie aber "sehr glücklich" sei, sie getroffen zu haben und ihr Risiko, an Krebs zu erkranken, nun auf „weniger als 5 Prozent" reduziert wurde.

"Ich kann meinen Kindern nun versichern, dass sie mich nicht durch Brustkrebs verlieren. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass sie nichts sehen, dass sie beunruhigen könnte. Jetzt erinnern nur noch kleine Narben an die Operationen. Ansonsten bin ich ganz die alte Mami. Und sie wissen, dass ich sie liebe und alles tun werde, um so lange wie möglich bei ihnen zu sein. Ehrlich gesagt, fühle ich mich nicht in meiner Weiblichkeit beeinträchtigt. Ich fühle mich bestärkt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben."

Darüber hinaus enthüllte die Schauspielerin, dass sie auch eine 50-prozentige Chance habe, an Eierstockkrebs zu erkranken, dem ihre Mutter Marcheline Bertrand mit nur 56 Jahren erlag.

Sie habe sich aber zunächst für die Brust-OP entschieden, weil dieser Eingriff komplexer gewesen sei.

Sie beschrieb den langwierigen Eingriff, der eine doppelte Mastektomie und rekonstruktive OP beinhaltete und den sie erst am 27. April hinter sich gebracht hat.

Vor allem das Aufwachen habe sie an einen Science-Fiction-Film erinnert : „Man wacht auf und es stecken Schläuche in der Brust. Aber Tage später kann man wieder ein normales Leben führen."

"Während dieser Zeit konnte ich meine Privatsphäre wahren und meine Arbeit fortsetzen", meinte Jolie. „Aber ich schreibe jetzt darüber, weil ich hoffe, dass andere Frauen von meiner Erfahrung profitieren. Krebs ist für viele Menschen immer noch sehr beängstigend und ruft ein Gefühl der Hilflosigkeit hervor. Aber heutzutage ist es anhand eines Bluttests möglich, herauszufinden, ob man ein erhöhtes Risiko für Brust- und Eierstockkrebs hat, um dann entsprechend dagegen vorzugehen."

Wir sind uns sicher, dass ihr viele Frauen dankbar dafür sind, dass sie diese Erfahrung mit ihnen teilte.

FOTOS: Brad Pitt & Angelina Jolie: Bilder einer Liebe