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Charlie Sheen hat jede Menge Probleme, ein mangelndes Selbstwertgefühl gehört jedoch nicht dazu.

Der (ehemalige?) Star aus Two and a Half Men setzte am Montag seine Kriegserklärung an den Erfinder der Serie, Chuck Lorre, in gleich zwei Sendungen im amerikanischen Frühstücksfernsehen fort.

Und zwischendurch sprach er auch noch darüber, wie er sich selbst durch Blinzeln kurierte, wie er Menschen mit seiner Magie berührt und weshalb er eine Gehaltserhöhung für seine Sitcom verdient.

"Ich bin ein Adliger, ich bin ritterlich", verkündete er auf Good Morning America. "Ich bin auf einer Droge, die heißt Charlie Sheen. Es gibt sie nicht zu kaufen. Wenn man sie probiert, stirbt man."

Er kam schnell auf die unbefristete Drehpause seiner Sitcom zu sprechen, dementierte jedoch, dass er über die Wende der Ereignisse verärgert sei. Sheen beteuerte in beiden Interviews sogar immer wieder, dass Ärger nichts mit seinem Verhalten zu tun hatte:

 "Ja, ich war enttäuscht, weil die Leute meine Leidenschaft als Ärger missinterpretieren", sagte er, während er immer wieder an seiner Zigarette zog, bevor er schließlich bekanntgab, dass er vorhabe, den Sender zu verklagen.

Auf die Frage, ob er tatsächlich klagen würde, sagte er: "Würden Sie das nicht tun? Ich habe keinen Job mehr."

Und auf wie viel Schadensersatz will er klagen? "Sehr viel." Na wenigstens scheint er das durchdacht zu haben.

Als in dem Gespräch die Spekulationen angesprochen wurden, er leide unter einer bipolaren Störung, wirkte Sheen fassungslos und bestritt dies. Allerdings gab er zu, dass sein Gehirn "auf eine Art und Weise feuert, die nicht von dieser Welt ist." Er fuhr fort: "Ich habe einen Gang, los. Ich bin ich. Ich bin anders. Ich habe eine andere Verfassung. Sterben ist für Idioten."

Sheen, der sagt, er bekäme Anrufe - aber, so stellt er klar, keine Ratschläge - von Mel Gibson, Colin Farrell und Sean Penn, sprach auch darüber, wann er das letzte Mal Drogen zu sich genommen hat. Aber nicht, bevor er uns nicht seine eigene Definition des Begriffes gegeben hat:

"Ich benutze einen Blender, ich benutze einen Staubsauger… wann war das letzte Mal, dass ich Drogen schluckte oder nahm? ‘Missbraucht' ist so ein dummer AA-Ausdruck. Ich kann mich nicht erinnern. Vielleicht vor einem Monat… vor sechs Wochen. Kurz bevor die Anzugträger auftauchten und sagten ändere das, wir beenden es."

Inzwischen hört er auf "eine höhere Instanz" und ist sich sicher, dass er keinen Rückfall erleiden wird:

"Nein, das wird nicht passieren. Basta. Aus. Ich habe geblinzelt und mein Gehirn kuriert. Nicht können ist der Krebs des möglich machen."

Das heißt jedoch nicht, dass er sich nicht gern an die Zeit zurück erinnert, in der er außer Kontrolle war:

"Ich bringe Menschen mit Magie in Berührung, ich bringe sie mit etwas in Berührung, das sie sonst in ihrem normalen, langweiligen Leben nicht erfahren würden. Ich habe das morgen vielleicht schon vergessen, aber sie werden den Rest ihres Lebens mit dieser Erinnerung leben. Das ist doch ein Geschenk."

Und um zu beweisen, wie ernst es ihm mit seiner Nüchternheit war, gestattete er dem Morgenmagazin am Samstag zwei Drogentests mit ihm zu machen, einen Urin- und einen Bluttest, in dem auf jeweils neun und zehn Drogen getestet wurden. Das Ergebnis war beides Mal negativ.

Danach ging es zur Today Show, wo mehr oder weniger über dasselbe gesprochen wurde und darüber, dass Sheen glaubt, dass er eine massive Gehaltserhöhung verdient.

"Alle finden, ich sollte um meinen Job betteln und ich warne sie nur vor, dass es alle anderen sind, die mich darum anbetteln werden, ihren Job zurückzubekommen", sagte er. "Ich bin ein Mann, der zu seinem Wort steht. Ich werde die TV-Serie zu Ende drehen, ich werde sogar die zehnte Staffel drehen, aber aufgrund meines seelischen Leidens will ich jetzt drei Millionen pro Folge. So ist das einfach."

Als der Interviewer Sheen, der zurzeit $2 Millionen pro Folge verdient, fragte, ob dieser tatsächlich eine weitere sechstellige Summe pro Woche verlange, bestätigte der Schauspieler dies:

"Ja natürlich sehen Sie sich nur an, was ich wegen denen durchmachen musste. Ich bin im Moment auf jeden Fall unterbezahlt. Wenn man sieht, wie viel die verdienen, ist das lächerlich. Ich habe es satt so zu tun, als sei ich nichts besonderes."

"Die Menschen verstehen mich nicht, das erwarte ich auch nicht von ihnen. Diejenigen, die ein normales Gehirn haben, können mich nicht verstehen."