R. Kelly

AP Photo/Charles Rex Arbogast

R. Kelly muss nun endlich für seine Fehler gerade stehen.

Die Auswahl der Geschworenen in dem mehrfach verschobenen Prozess des 41-Jährigen wegen Kinderpornografie, hat nach mehr als sechs Jahren und trotz einer letzten Verschiebungspetition nun endlich in Chicago begonnen.

Richter Vincent Gaughan lehnte einen kurzfristigen Antrags von Kellys Verteidigern, den Prozess nochmals zu verschieben, ab und ordnete die Auswahl der Geschworenen an.

Damit musste der R&B-Star gleich zwei Tiefschläge hinnehmen, da die Chicago Sun-Times angesichts der bevorstehenden Verhandlungen Freitagmorgen bekannt gab, dass ein Assistent des Sängers angeblich eine Frau aus Atlanta für die Rückgabe eines Sex-Videos, auf dem der Sänger zu sehen ist, bezahlt hatte.

Es handele es sich dabei nicht um dieselbe Aufzeichnung, die Kelly angeblich mit einem 13-jährigen Mädchen zeigt. Es ist unklar, ob Kelly in die Sache eingeweiht war.

 

Um die Dinge noch zu erschweren, soll die Frau, die Berichten zufolge in den Sänger verliebt war, auch vor Gericht aussagen, dass sie eine Ménage à trois mit Kelly und einem weiteren minderjährigen Mädchen hatte. Für ihre Aussage wurde der Frau Immunität gewährt.

Was das berüchtigte Videoband betrifft, das den Fall ins Rollen brachte, und auf dem Kelly angeblich mit einem minderjährigen Mädchen zu sehen ist, soll die mittlerweile 23 Jahre alte Frau während der Verhandlung aussagen, dass sie eigentlich einer Personenverwechslung zum Opfer gefallen ist.

Obwohl die Staatsanwaltschaft ihrem Standpunkt beharrt, behauptet die Frau, nicht das besagte Mädchen in dem Video zu sein.

Kelly hat sich in den Anklagepunkten nicht schuldig bekannt. Falls es zu einer Verurteilung kommt, drohen ihm bis zu 15 Jahre Gefängnis.

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