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Britney Spears, Rolling Stone

Peggy Sirota/ Rolling Stone Magazine

Eine Britney Spears-Comeback-Tour wäre sicher nicht so interessant, gäbe es dazu nicht ein Rolling Stone-Cover. Das Magazin war maßgeblich daran beteiligt, ihr sexy Teenager-Image zu erschaffen und berichtete dann im vergangenen Februar detailliert über ihren Absturz.

Nun hat Rolling Stone die gleiche Aufgabe wie jeder andere im Britney-Camp: der Welt mitzuteilen, dass die alte Britney wieder voll und ganz da ist. Das erreichen sie mit einem relativ harmlosen Cover, auf dem man Britneys flachen Bauch sieht und ihre blonde Wallemähne. Man könnte sogar sagen, dass die blonden Haare so ziemlich das einzige sind, was auf die alte Britney hindeutet.

Der Artikel selber wiederholt eigentlich nur Britneys Beschwerde, die sie bereits in ihrer Doku äußerte: Dass ihr Leben ziemlich eintönig sei. 

"Ich komme mir vor wie einen alte Frau”, sagt sie. “Ich gehe um 21:30 Uhr ins Bett, gehe kaum weg und so weiter. Ich fühle mich einfach alt."

Wenn sie auf ein Date geht - und das tut sie, weil ihr Manager Larry Rudolph entschieden hat, dass ein Freund der nächste Schritt auf Britneys Rehabilitierungsliste sein sollte - dann ist ihr Assistent dabei, sowie ein Kollege von Rudolph. Überflüssig zu sagen, dass sich im Dating-Bereich nicht gerade viel tut...

Vielleicht hat das aber auch damit zu tun, dass sie immer noch bitter ist über ihre Beziehung zu K-Fed.

Als das Thema auf ihre beiden Söhne und ihre Mutterschaft kommt, sagt sie: “Ich habe nicht voraussehen können, dass mein Mann mich sitzen lässt, sonst wäre ich mit meinen Kindern rund um die Uhr zusammen.” Auch für die Schimpfwörter, die die Kinder nun benutzen, gibt sie ihrem Ex die Schuld. “Das ist echt merkwürdig, denn neuerdings lernen die Jungs Worte wie ‘strohdumm’ und Preston sagt sogar Sachen wie: 'Leck mich'. Das kommt nicht von uns, das kann er nur von seinem Vater aufgeschnappt haben.”

Ihre schwierigen Zeiten kommen nicht zur Sprache. Rudolph ist der einzige, der vage davon spricht, indem er erklärt: “Hier geht's um Britneys Entwicklung und die hat sie zu dem Hier und Jetzt geführt, und das ist um einiges besser als zuvor. Ja, sie hat ihr Ziel noch nicht erreicht, aber es geht definitiv vorwärts... Sie ist viel glücklicher."

Tatsache ist, dass es die alte Britney nicht mehr gibt, egal, wie blond sie ist, oder wie oft Rudolph behauptet, dass sie glücklich sei.

Britney hat zu viel durchgemacht, um jemals wieder die Alte zu sein und das ist in Ordnung. So ist das nun mal im Leben, die Menschen verändern sich, werden erwachsen und irgendwann wird sie die zukünftige Britney sein, und auf die freuen wir uns. Die Britney, die frei ist, und nicht mehr 24 Stunden am Tag abgeschottet wird, und die sich selbst findet, zu ihren Bedingungen.

Aber bevor wir jetzt wie eine billige Glückwunschkarte klingen, hören wir lieber auf. Die Stationen von Britneys Absturz und ihrem Comeback haben wir in unserer Fotogalerie "Vom Absturz zum Comeback - ihre Geschichte auf den Covern" für Sie zusammengestellt.