Michelle Williams zu Heath Ledgers Tod: "Ich bin immer noch traurig"

Die Schauspielerin äußert sich zum ersten Mal öffentlich zum Tod ihres Ex-Freundes und Vater ihrer Tochter
von Marianne Garvey Dez 21, 2010 15:42Tags

Selbst drei Jahre nach Heath Ledgers Tod hat Michelle Williams noch mit dem Verlust zu kämpfen.

Die Schauspielerin brach ihr Schweigen im Interview mit dem amerikanischen Fernsehmagazin Nightline. Sie verstehe "den Sinn" von Ledgers Tod noch immer nicht und es habe lange gedauert, bis sie akzeptiert hätte, dass er nicht mehr da ist, erzählt Williams. 

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Zu Anfang des Gesprächs sagt die Journalistin Cynthia McFadden: "Sie haben sich bei den Dreharbeiten von Brokeback Mountain verliebt".

"Das habe ich, ja", antwortet Williams, die anscheinend mit den Tränen kämpft. "Ich hoffe, dass ich die Zeit nie vergesse", fügt sie noch hinzu und meint damit die Zeit, die sie mit Ledger beim Drehen verbrachte. Das Paar trennte sich 2007.

"Verstehen Sie, warum die Leute so neugierig sind über diese Tragödie, die Ihnen widerfahren ist?", fragt McFadden.

"Ja, kann ich. Ich kann das nachvollziehen", sagt die 30-jährige Williams.

"Auch wenn das vielleicht komisch klingt, aber ich vermisse dieses Jahr", erzählt sie und verrät, dass das Buch Das Jahr magischen Denkens von Joan Didion ihr bei der Trauerarbeit geholfen habe.

"Weil auf einmal all diese Möglichkeiten weg sind", fährt Williams fort. "Für mich war es durchaus nicht undenkbar, dass er plötzlich durch die Tür kommt oder hinter einem Busch hervorkommt. Es war ein Jahr voll magischen Denkens und auf gewisse Weise bin ich traurig, weil ich mich immer weiter davon entferne."

Williams sagt auch, dass sie von den Gedanken überwältigt war, einen Sinn in Ledgers Tod zu finden.

"Ich war davor und hinterher total davon besessen. Damals starben eine Menge Dinge. Es gibt einen Satz in einem Buch, der mich tröstete: 'Wenn man alles verloren hat, ist man wenigstens reich im Verlust.'

"Ich habe Sinn in den Umständen gefunden, aber nicht im eigentlichen Vorfall. Dieser hat immer noch keinen... ich kann immer noch keinen Sinn darin sehen. Ich finde Sinn in bestimmten Dingen und Leuten und Beziehungen und Freundschaften, die sich entwickelt haben. Darin sehe ich eine Bedeutung, aber nicht in dem Warum."

Was Wiliams in ihrer Trauer am meisten geholfen hat, ist ihre fünfjährige Tochter mit Ledger, Matilda, über die Ledger sagte: "Sie ist mir wichtiger als alles andere in meinem Leben."

Fotos: Heath Ledgers Leben in Bildern