Grammys: Beyoncé dominiert, aber Taylor Swift gewinnt großen Preis
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Beyoncé Knowles und ihr Alter Ego Sasha Fierce sind ein fast unschlagbares Team.
Die 28-jährige Diva strich die Rekordsumme von sechs Grammys ein, aber es war die 20-jährige Taylor Swift, die am Ende den Hauptgewinn mit nach Hause nahm - den Preis in der Kategorie „Album of the Year“ für ihr fünffach mit Platin ausgezeichnetes Album Fearless.
"Wenn wir mal 80 Jahre alt sind und gewisse Geschichten unseren Enkelkindern immer wieder erzählen und diese total genervt davon sind, wird das die Geschichte sein, die wir trotzdem immer wieder erzählen", sagte sie. "Danke, danke, danke!"
Swift, die bei den 52. Grammy Awards unglaubliche achtmal nominiert war, schaffte es am Ende, viermal zu gewinnen, in den Kategorien “Best Country Album” sowie “Best Female Vocal Country Performance” und “Best Country Song” (beide Male für "White Horse").
Hier eine komplette Auflistung aller Gewinner.
Knowles, die insgesamt zehnmal nominiert war, stellte mit sechs Gewinnen einen Rekord auf. Zuvor hatte sie sich den Rang mit Amy Winehouse, Alicia Keys, Lauryn Hill, Norah Jones und Alison Krauss geteilt, die es jeweils geschafft hatten, fünf Grammys in einer Awards-Show mit nach Hause zu nehmen.
"Single Ladies (Put a Ring on It)" brachte drei Statuen ein - “Song of the Year”, “Best Female R&B Vocal Performance” und “Best R&B Song”, während Knowles für ihren Song "At Last", den sie auch bei der Amtseinführung von US-Präsident Obama gesungen hatte, einen Award in der Kategorie “Best Traditional R&B Vocal Performance“ gewann. "Halo" punktete in der Kategorie „Female Pop Vocal Performance“.
Kings of Leon dämpften den Erfolg von "Halo" ein bisschen. Die Band gewann für ihren Song "Use Somebody" in der Kategorie “Record of the Year”. Sie gewannen auch in den Kategorien “Best Rock Song” und “Rock Performance by a Duo or Group With Vocals”.
Die Rocker-Familie gewann bei uns auch den Preis für die beste Dankesrede, denn der Leadsänger Caleb Fallowill sagte: "Ich werde nicht lügen, wir haben allesamt einen getrunken, aber wir sind nette und glückliche Betrunkene."
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Einige andere Künstler, unter anderem Maxwell und Lady Gaga, die die Show eröffnete, gewannen zwei Awards.
Das Trio, das für "Run This Town" verantwortlich zeichnet, Jay-Z, Kanye West und Rihanna, gewann ebenfalls zweimal, in den Kategorien “Best Rap Song” und “Rap/Sung Collaboration” (in dieser Kategorie schlug Jay-Z seine Frau, die gemeinsam mit West für "Ego" nominiert war).
Für Rihanna, die letztes Mal aufgrund des unschönen Vorfalls mit Chris Brown nicht dabei sein konnte, war es eine triumphale Rückkehr zu den Grammys. Kanye West entschied sich, dieses Mal nicht dabei zu sein, vielleicht, weil er sich aufgrund der schlechten Presse im letzten Jahr eher aus dem Rampenlicht fernhält.
Die Recording Academy übergibt insgesamt über 100 Grammys, nur neun werden allerdings live in der Fernsehübertragung übergeben. Der Großteil der Sendung gehört den musikalischen Auftritten.
Und da gab es so einiges zu sehen...
Der 3-D-Auftritt zu Ehren von Michael Jackson, war sicher der, der im Vorfeld am meisten angepriesen wurde. Céline Dion, Carrie Underwood, Jennifer Hudson, Usher und Smokey Robinson sangen den "Earth Song", der ursprünglich Teil der This Is It-Tour sein sollte, die der verstorbene King of Pop für letzten Sommer geplant hatte.
Das Quintett war herausragend, aber da es bereits so viele Tribut-Auftritt gegeben hat, u.a. auch den seiner Schwester Janet Jackson bei den MTV VMA Awards 2009, fühlte sich diese Darbietung nicht mehr ganz so einzigartig an, wie es vielleicht sonst der Fall gewesen wäre. Wie bereits im Vorfeld angekündigt, waren Jacksons älteste Kinder Prince Michael und Paris anwesend, um den Fans ihres Vaters zu danken.
Sentimentale Augenblicke wie dieser gerieten bei der rasanten Show allerdings eher ins Hintertreffen.
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Lady Gaga zog ihr Outfit vom roten Teppich gleich wieder aus, um sich etwas glitzerndes Grünes anzuziehen, und eröffnete mit einem kurzen Anspielen von "Poker Face" die Show. Dann machte sie sich Elton Johns "Your Song" zu eigen, indem sie das Lied mit "Speechless" paarte. Der Rocket Man persönlich begleitete sie am Klavier.
Egal, was man von ihren modischen Auftritten auch hält, eins steht fest: Die Lady kann singen.
Weitere gesangliche Paarungen beinhalteten: Swift und Stevie Nicks; Mary J. Blige und Andrea Bocelli (ihr Song "Bridge Over Troubled Water" ist auf iTunes erhältlich, die Einnahmen gehen an die Erdbebenopfer von Haiti); T-Pain, Slash und Jamie Foxx, sowie Eminem, Lil Wayne und Drake, die von Travis Barker an den Drums begleitet wurden. Dieser Song war der Letzte des Abends.
Alanis Morissette war zwar nicht da, aber Beyoncé sang einen kurzen Teil aus "You Oughta Know", bevor sie zu "If I Were Boy" überging (ihr Mann Jay-Z leitete die dazu stehenden Ovationen ein).
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Pinks Einlage war ebenfalls spektakulär, sie hob zur ihrem Song "Glitter in the Air" ab und trug nichts weiter als einen hautfarbenen Body mit ein paar Besätzen an bestimmten Stellen und noch ein paar Bänder, als man sie in Cirque-du-Soleil-Manier nach oben zog.
Pink war in ein weißes Tuch gehüllt, als sie abhob, und drehte sich rund eine Minute lang. Dann wurde sie mittels eines Produktions-Tricks durchnässt und versprühte Wasser in alle Richtungen.
Green Days politisches Werk 21st Century Breakdown gewann den Preis in der Kategorie “Best Rock Album”. Die Band trat gemeinsam mit der Besetzung ihres Broadway-Musical American Idiot auf und sang "21 Guns". Die Dave Matthews Band jammte wie gewohnt lässig bei ihrem Auftritt mit "You and Me".
Die Black Eyed Peas dagegen (die dreimal gewannen, in den Kategorien “Pop Performance by a Duo or Group With Vocals”, “Pop Vocal Album” für The End und “Short Form Music Video”) hatten jede Menge Energie.
Die Lichtshow zu ihrem Song "I Got a Feeling" war zwar so stark, dass man leicht einen epileptischen Anfall hätte bekommen können, aber die futuristischen schwarz-silbernen Outfits im Military-Stil waren mega-cool.
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Stephen Colbert war der erste Präsentor der Nacht und hatte warnende Worte für seine Tochter:
"Viel Spaß, mein Schatz", sagte er zu seiner Tochter, die im Publikum saß. "Und bleib weg von Katy Perry."
Robert Downey Jr. war auch eine gute Wahl zur Ankündigung von Foxx und T-Pain, die "Blame It" sangen. Ihr Song gewann auch einen Grammy, in der Kategorie “Best R&B Performance by a Duo or Group With Vocals“.
"Gott sei Dank bin ich hier und kann diesen sonst recht linkischen Festlichkeiten etwas Klasse und Würde verleihen", sagte der Sherlock-Holmes-Star und nutzte sein absichtlich aufgeblasenes Ego, um dem Ganzen etwas Witz zu verleihen.
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Hier könnt ihr die großen Momente der Show nochmals in Bildern sehen.