Grammys-Backstage-Bericht: Taylor muss weg! Kings of Leon trinken!

1. Februar 2010 02:39:41 by Joal Ryan

Michael Caulfield/Getty Images

Taylor Swift musste fliegen. Pink war der Star des Abends, was auch richtig ist. Zusammen mit der neuen Version von "We Are the World" natürlich.

Hier unser Bericht aus dem Backstage-Bereich der 52. Annual Grammy Awards:

17 Uhr: Durch Lady Gagas Auftritt wackelten unsere Fenster. Wirklich.

•  Der Monolog, mit dem Komiker Stephen Colbert die Veranstaltung eröffnete und bei dem er Justin Timberlake disste, schien das Publikum im Staples Center so schnell verstummen zu lassen wie die Hommage an Michael Jackson. Nein, es ist echt nicht leicht, das Grammy-Publikum zum Lachen zu bringen. "Das hier ist ja schließlich kein Comedy-Club mit 500 Plätzen," sagte Colbert.

Keith Urban war gleich nach Pinks Highlight "Glitter in the Air" dran. Hatte der  Country-Gewinner denn einen guten Platz für das Wirbelwind-Spektakel? Nein. "Ich hab es nur auf dem Bildschirm gesehen", antwortete er.

• Jason Mraz chillte. Und, was gibt es sonst Neues? "Das sind meine ersten zwei," informierte er uns, während er seine zwei Grammys schwenkte, die er für sein Duett "Lucky" mit Colbie Caillat gewonnen hatte. "Die sind fantastisch. Spielen die auch MP3s ab?"

India.Arie ("Pearls") schillerte, glitzerte und sah umwerfend aus. Ein Lob an ihren Designer. "Das hat meine Mom gemacht," erklärte sie uns.

Was ist nur aus Sex, Drugs, Rock ‘n' Roll und Hotelzimmer zerstören geworden? India.Arie trägt ein Design ihrer Mutter. Colbie Caillat kommt mit ihrem Vater. "Mein Dad ist heute meine Begleitung," erzählte uns Caillat.

Gesichtet: Joe Jonas renkte seinen Hals wieder ein, als er mit seinen Brüdern für das offizielle Grammy-Porträt Modell saß. Entweder war es ein langer Abend oder er kriegt von seiner neuen Brille Kopfschmerzen.

Steve Granitz/Getty Images

18:50 Uhr: Die Gewinner für „Record of the Year", Kings of Leon, meinten es offensichtlich ernst, als sie in ihrer Dankesrede sagten, dass sie den Grammy-Abend feucht-fröhlich begangen hätten. "[In] einer Loge mit irgend so ‘nem reichen Kerl," erklärte Lead-Sänger Caleb Followill. "Gratis Getränke," fügte Bruder Nathan Followill hinzu.

Oh, Mensch, sogar die Jungs von Kings of Leon reden von ihrer Mom. (Ja, sie sind eine Familienband, drei Brüder und ein Cousin, aber trotzdem...) "Meine Mom ist hier," sagte Caleb Followill. "Das ist was ganz Besonderes."

Der Rock lebt! (Und Mutter Followill rockt!) Caleb Followill teilte uns mit: "Wir sorgen dafür, dass meine Mom heute richtig abstürzt!"

Ausschweifungen sind in! Die Kings wurden dazu befragt, wie es ist, in einer Kategorie zu gewinnen, von der viele dachten, dass sie an Beyoncé oder Taylor Swift gehen würde. Caleb Followill meinte dazu vielsagend: "Oh, die Damen werden trotzdem einen Wahnsinnsabend haben."

Michael Jackson in 3-D! Uh... Aah... Duckt euch, da kommt Celine Dion!

Habt ihr Beyoncé mit der 3-D-Brille gesehen? Wir hier im Presseraum sahen genau so aus. Na ja, ok, vielleicht nicht ganz genau so.

Es gibt drei Dinge, die man über Alice Cooper wissen sollte: Er ist eine Rocklegende, er hat heute einen Preis übergeben, er redet und redet und redet. Er ist hier hinten und quasselt über Michael Jacksons Kinder ("Das erste Mal, dass ich sie ohne Masken gesehen habe"), Treue ("Ich bin jetzt seit 34 Jahren verheiratet und bin nie fremdgegangen.") und Pink ("Ich finde, sie war der Star des Abends… Ich würde das nur machen, wenn ich in Flammen stehen würde. Nur so wäre das erträglich.").

• Smokey Robinson, ein Freund von Michael Jackson und einer der Künstler, die das Tribut sangen, weiß alles Wichtige über das Remake von "We Are the World". Eigentlich weiß er nur, was Lionel Richie sagt, was uns völlig reicht, da Richie ja das Original "We Are the World" mit Jackson zusammen geschrieben hat und eigentlich Bescheid wissen müsste. "Auf der neuen Aufnahme sind keine Künstler, die auf der ersten waren", erzählte uns Robinson. "Das sind lauter neue Leute. Wir waren 40. Lionel hatte uns 100 angekündigt." (Und den Gerüchten nach, die wir so gehört haben, scheinen Bono und Lady Gaga zu der Gruppe zu gehören, die Haiti helfen will.)

20:45 Uhr: Rechnet nicht damit, dass Award-Präsentator John Legend zu den 100 "We Are the World"-Leuten gehört. "Ich hab leider keine Zeit", verriet er uns.  

Das Urteil ist einstimmig. Pink war das Highlight des Abends. "Sie wird als Popsängerin unterschätzt", erklärte Legend, ihr neuester Fan. "Sie hat wirklich Talent."

Ach, deshalb heißt sie Taylor Swift. Die Gewinnerin des Awards für "Album of the Year" verschwand so schnell, als müsste sie zum Flieger. Na ja, das stimmt ja auch. "Es tut mir leid," sagte Swift. "Ich muss nach Australien."

Bevor Swift verschwand, jonglierte sie gekonnt all ihre Grammys und brabbelte überdreht daher, wie es sich für eine aufgeregte Gewinnerin gehört. "Ich trage die solange mit mir rum, bis sie mir weggenommen werden," sagte sie über ihre goldenen Trophäen. "Das ist ein Traum, der wahr geworden ist."

Lady Gaga musste scheinbar auch weg. Ihr Produzent RedOne ist hier; sie nicht—wie die meisten wichtigen Gewinner des Abends, um ehrlich zu sein. (Hat irgendjemand Beyoncé gesehen? Rihanna? Black Eyed Peas?) Wenigstens werden wir niederen Reporter dieses Jahr nicht mehr ignoriert als andere: Wir haben gelesen, dass die Leute schon während Taylor Swifts Dankesrede für das „Album of the Year" zu den Ausgängen geeilt sind. 

Ok, wenn wir euch schon nicht Gaga bieten können, dann ist RedOne der beste Ersatz! Er hat sie schließlich im Studio gesehen und weiß, wie sie ist, wenn keine Kameras laufen! Das muss einen doch echt aus den Socken hauen, was? Na ja, vielleicht doch nicht. "Ehrlich, Gaga ist immer Gaga," erzählte uns RedOne. "Sie ist immer Gaga."

Noch was zu "We Are the World": RedOne wird die neue Single mit produzieren. "Es ist eine riesige Ehre, wenn man einen Anruf von unserem musikalischen Vater Quincy Jones bekommt," sagte er uns.

Nein, ihr seid nicht verrückt geworden und auch nicht taub: Der Ton war während Lil Wayne, Eminem und Drakes Rap am Ende der Show ein paar Mal weg. Grammy-Häuptling Neil Portnow sagte, dass das die einzigen Male waren, wo die CBS-Zensoren bei der Sendung fröhlich die Sänger auspiepsten.

Ein Gedanke zum Schluss: Vielleicht sind alle so früh abgehauen, um nach Australien zu gehen.

Ein beruhigender Gedanke zum Schluss: Vielleicht ist Australien nur ein Codewort für "hammermäßige Afterparty, zu der du nicht eingeladen bist."

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Die besten Momente der Show haben wir für euch auch in einer Galerie zusammen gestellt!

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