Backstage Report: Kate hat noch einen Überblick über ihre Nominierungen

26. Januar 2009 11:39:20 by Joal Ryan

AP Photo/Mark J. Terrill

Kate Winslet ist nicht konfus, Tina Fey ist nicht paranoid, Sean Penn ist kein Arschloch und nein, Mad Mens Elisabeth Moss will immer noch nicht darüber reden (gemeint ist ihre bevorstehende Hochzeit. Aber psst...)

Hier eine Zusammenfassung der Backstage-Events und Sprüche…

17:54 Uhr: “Ich muss doch hier hinten nicht etwa auch noch eine Rede halten, oder?”, fragt Winslet, die entweder aufgrund ihres zweifachen Golden Globe-Gewinns vor zwei Wochen  immer noch außer Atem ist oder der es vor ungefähr 20 Minuten wieder die Sprache verschlagen hat.

•  Also lassen Sie es uns mal so formulieren: Hier bei den SAG-Awards hat Winslet für Der Vorleser eine Auszeichnung als “Beste Nebendarstellerin” gewonnen und ist für ihre Rolle in Zeiten des Aufruhrs als “Beste Hauptdarstellerin” leer ausgegangen. Bei den Oscars ist sie als “Beste Hauptdarstellerin” für Der Vorleser nominiert, für ihre Rolle in Zeiten des Aufruhrs wurde sie nicht nominiert. Winslet für ihren Teil muss sich nicht weiter erklären. „Nein, ich bin nicht konfus“, versichert sie uns. „Ich bin mir darüber [ihre Oscar-Nominierung] ganz sicher, und auch sehr, sehr glücklich.“

•  Über ihre Rolle als ehemalige Wächterin in einem Konzentrationslager sagte die Schauspielerin: „Ich konnte mich überhaupt nicht mit ihr identifizieren. Habe ich Mitleid für sie empfunden? Nein.“

• Winslet sieht violetter aus, als Prince. Zum Glück beantwortet sie die Frage eines Reporters, was ihr an ihrem Kleid gefiele, dann auch mit: „Die Farbe.“

• Die 30 Rocker gewinnen im Schnitt einen Award alle 48 Stunden. „Es kommt uns so vor, als würden alle beginnen, sich gegen uns zu verschwören", verkündete Tina Fey.

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• In ihrer Dankesrede für die Show, machte Jane Krakowski einen alten Witz über die schlanke Besetzung von Ally McBeal. Wir fragen die Schauspielerin, ob sie keine Angst habe, dass Calista Flockhart ihr das verüble. „Ach, das war doch nur ein Witz“, lacht Krakowski.

• Backstage witzelt Fey darüber, dass ihre Tochter sich Wiederholungen von 30 Rock im Internet anschaut. Bedeutet das, dass Tina sich ihre TV-Show im Fernsehen anschaut? „Wenn ich zu Hause bin, schaue ich sie mir auf jeden Fall im Fernsehen an“, sagt sie. „Wenn nicht, nehme ich sie auf meinem Festplattenrekorder auf.“ Wie die meisten das eben tun.

• "Ich lade sie mir illegal aus England in HD herunter", fügt ihr Kollege Judah Friedlander hinzu.

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18:22 Uhr: Eigentlich gibt es doch auch Frauen in Mad Men, oder? “Sie durften nicht auf die Bühne” sagt Jon Hamm und gibt damit den männlichen Chauvinismus der beliebten US-amerikanischen TV-Serie, die in den frühen sechziger Jahren spielt, wider. Und Vincent Kartheiser setzt dem ganzen noch eins drauf: “Sie machen Sandwichs.”

Im Vertrauen gesagt, die Damen aus Mad Men nehmen immer noch Foto-Termine wahr. Sie werden aber in Kürze zu den Jungs auf die Bühne stoßen.”

Und was die bevorstehende Hochzeit von Elisabeth Moss und Saturday Night Lives Fred Armisen betrifft, werden ihre Co-Stars eine Einladung bekommen? “Das ist unangenehm. Das ist wirklich sehr unangenehm”, bestätigt sie peinlich berührt. “Ich versuche das Ganze sehr privat zu halten. Aber ich werde jeden, den ich gern habe, dabei haben.”

Kevin Winter/Getty Images

John AdamsLaura Linney muss mit einem Winken die Aufmerksamkeit der Reporter auf sich lenken. Im Tauziehen um Linneys zigste Pressekonferenz der Awards-Saison und Gary Oldmans tränenreiche Dankesrede für Heath Ledger (die zeitgleich live übertragen wird), sind Oldman und Ledger die Gewinner.

19:14 Uhr: Hier ein kleines Quiz: Wer ist der pressefreundlichere Star? Die bodenständige Meryl Streep, der bescheidene Hugh Laurie, die kesse Sally Field oder der verschlossene Sean Penn? Heute Abend lautet die Antwort Penn, der im Gegensatz zu den anderen drei, die Pressekonferenz nicht sausen lässt.

Der gute, alte Penn steht mit Händen in den Hosentaschen und ohne Statue da und hält Hof darüber, ob er Bedenken hatte, Milks Harvey Milk zu spielen. „Nein“, beantwortet Penn die Frage kurz und bündig. „Nein“. Wir haben nicht behauptet, dass es sich um eine besonders interessante oder lange Rede handelte.

An dem Tag als Slumdog Millionär 10 Oscar-Nominierungen erhielt, befand sich die Besetzung und der Regisseur Danny Boyle in Mumbai für die Premiere des Films. „Danny hatte Tränen in den Augen“, erzählt uns Anil Kapoor, der den schroffen Game-Show-Moderator spielt. „Es [war] irreal. Wir konnten es einfach nicht glauben.“

Slumdog-Star Dev Patel, kann es immer noch nicht fassen. „Ich sehe auf dem roten Teppich Leute, die einen Oscar gewonnen haben, bevor ich überhaupt Schauspieler werden wollte“, sagt er. „Meine erste Liebe war Kate Winslet. Und sie wusste sogar, wer ich bin!“

Kevin Winter/Getty Images

Nein, Winslet hat (noch) keinen Oscar gewonnen, doch falls Patel das glauben sollte, wollen wir ihn erstmal in dem Glauben lassen.

Kapoor genießt den Abend in vollen Zügen. “Ich muss mich bei ihm bedanken”, sagt er und deutet auf seinen Co-Star Irrfan Khan, der den Ermittler spielt. “Er hat mich Angelina Jolie vorgestellt.” (Khan arbeitete mit Jolie in Ein mutiger Weg zusammen.)

Den Respekt seiner Schauspielkollegen zu gewinnen ist nett, doch Respekt von Regis Philbin ist etwas ganz anderes. “Er hat mich eben gelobt” erzählt uns Kapoor, als wir ihn fragen, ob er sich mit dem Original-Moderator von Who Wants to Be a Millionaire, auf der die deutsche Version Wer wird Millionär basiert, unterhalten hätte. “Wenn jemand wie er das sagt, hat das wirklich viel Bedeutung“.

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