Grammys: Coldplay gewinnt für Viva La Vida; weitere Gewinner: Krauss & Plant, Lil Wayne, Hudson

9. Februar 2009 02:11:32 by Natalie Finn

AP Photo/Mark J. Terrill

Bei den 51. Grammy Awards gingen viele Grammys an Alison Krauss und Robert Plant.

Das Duo, das individuell aus völlig gegensätzlichen Musikrichtungen kommt, stellte unter Beweis, dass es eine lohnende Erfahrung sein kann, musikalisch neue Wege zu gehen, und kassierte für seine Zusammenarbeit insgesamt fünf Awards, unter anderem "Album des Jahres" für sein Debüt Raising Sand und "Aufnahme des Jahres" für "Please Read the Letter".

Raising Sand wurde auch zum besten zeitgenössischen Folk/Americana-Album gekürt, "Killing the Blues" und "Rich Woman" gewannen in der Kategorie "Country, bzw. "Pop-Kollaboration mit Gesang". 

"Ich bin verblüfft", sagte Plant, als er den Top-Preis des Abends entgegennahm. "Früher hätten wir gedacht, dass das ein Ausverkauf darstellt, nun finde ich, dass das eine gute Art und Weise ist, seinen Sonntag zu verbringen."

Sie teilten den Erfolg mit Coldplay, die drei Trophäen einstreichen konnten, unter anderem für "Bestes Rock Album" und "Song des Jahres" für Viva La Vida.

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"Wir sind nicht gerade eine harte Rockband, wie viele von euch wissen", sagte Frontmann Chris Martin in seiner Dankesrede, als die Band den Preis für das beste Rockalbum entgegennahm. "Wir repräsentieren eher die ruhigere Version des Rock - aber wir sind gleichermaßen charmant."

"Wir wissen es zu schätzen, dass wir hier sind", fügte Martin hinzu. Bandkollege Will Champion hatte sich früher am Abend bei Paul McCartney dafür entschuldigt, dass Coldplay den Look ihres Album vom Sgt. Pepper-Album der Beatles abgekupfert hatte.

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Lil Wayne, der das Feld mit acht Nominierungen angeführt hatte, konnte auch erfolgreich vier davon mit nach Hause nehmen, inklusive den Preis für das beste Rap-Album für Tha Carter III.

Jennifer Hudson - deren gleichnamiges Album zum besten R&B-Album gekrönt wurde (somit ist sie nun Oscar- und Grammy-Gewinnerin) - schaffte es, das Publikum zu einer Standing Ovation zu bewegen, und zwar nicht nur wegen ihrer souligen Darbietung von "You Pull Me Through".

"Wow, ich bin im Moment einfach nur sprachlos", sagte Hudson, als sie den ersten Preis des Abends entgegennahm. "Ich möchte Gott dafür danken, der mir bei allem half. Auch meiner Familie möchte ich danken, der im Himmel und den Mitgliedern, die heute hier sind."

 Von den rund 170 Kategorien, in denen die Recording Academy of America Preise vergab, wurden nur zehn im Fernsehen gezeigt, mit anderen Worten: Der größte Teil der dreieinhalbstündigen Show wurde den Auftritten gewidmet - darunter jede Menge Kollaborationen.

Die britische Sängerin Adele, die in der Kategorie "Beste Popsängerin" für "Chasing Pavements" gewann, wurde auch zur besten Newcomerin gekrönt. Damit gewann zum zweiten Mal in Folge eine Britin diesen Preis (wir hoffen aber mal, dass Adele nach ihrem Gewinn ein besseres Jahr verlebt als das bei Amy Winehouse der Fall war).

Unter den der Gruppieren waren unter anderem: Dave Grohl und McCartney, die "I Saw Her Standing There" darboten, Stevie Wonder, der mit den Jonas Brothers "Burning Up" und "Superstition" sang, Keith Urban, der mit Al Green, Boys II Men und Justin Timberlake auftrat und eine Blaskapelle der Universität USC, die mit Radiohead den Song "15 Step" darbot.

Natürlich fehlten die Auftritte von Chris Brown und Rihanna. Brown wurde am Sonntagabend unter dem Verdacht verhaftet, seine Freundin verprügelt zu haben.

"Ich hoffe, dass dieser Vorfall nicht unser Event überschattet", sagte der Präsident der Recording Academy, Neal Portnoy im Gespräch mit E! News im Backstagebereich der Grammys. "Ich hoffe, dass die Musik die Geschichten schreiben wird." 

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