2009 Emmys: Mad Men und 30 Rock sahnen wieder ab

21. September 2009 00:41:18 by Natalie Finn

Kevin Winter/Getty Images

So schnell lassen sich Mad Men und 30 Rock nicht den Rang abzulaufen.

Bei den 61. Emmy Awards gewann Mad Men zum zweiten Mal in Folge in der Kategorie "Bestes Drama" und Tina Feys Sitcom schaffte bereits zum dritten Mal den Gewinn in der Kategorie "Beste Comedy".

(Hier eine komplette Auflistung der Gewinner)

"Das war vielleicht eine Nervenschlacht", sagte Fey, als sie und ihr Team auf die Bühne kamen, um den Award entgegenzunehmen. „Das ist für unseren Sender NBC, der an unsere kleine Serie glaubte”, sagte sie. "Danke, dass wir weitermachen dürfen, wenngleich wir auch um einiges teurer sind, als eine Talkshow."

 

(Seht hier, wer die Awards besuchte und was sie getragen haben)

 

Im Bereich Drama/Schauspiel war die Show auch mehr oder weniger eine Wiederholung vom letzten Jahr...

Breaking Bad-Darseller Bryan Cranston und Damages-Star Glenn Close wiederholten ihren Erfolg vom Vorjahr und gewannen erneut in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller/Hauptdarstellerin in einem Drama".

"Wahnsinn, ich bin ja so dankbar, und zwar für Vieles", sagte Cranston, der nun eine Glatze hat, da seine Figur in dem düsteren Drama krebskrank ist. "Der Profi-Golfer Lee Trevino wurde zweimal vom Blitz getroffen und ich weiß jetzt, wie er sich fühlt. Ich bin so froh, dass Glenn Close eine Frau ist. Ich bin auch AMC und Sony sehr dankbar dafür, dass sie so eine Courage haben und uns so unterstützen… Ein tolles Gefühl."

Alec Baldwin gewann zum zweiten Mal in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller in einer Komödie", für seine Rolle als Jack Donaghy in 30 Rock. Mit seinem Emmy waren es insgesamt drei, die 30 Rock mit nach Hause nehmen durfte. Die Comedy führte die Nominierungen mit insgesamt 22 an.

"Um ehrlich zu sein, würde ich ja echt gerne mit ihm tauschen", witzelte Baldwin und zeigte dabei auf Rob Lowe, der den Preis übergeben hatte. "Nein, nein… das würde ich wirklich." Er widmete seinen Award dem Produzent Lorne Michaels, der 30 Rock und Saturday Night Live produziert.

Eine Überraschungsgewinnerin war Toni Collette, die eine Ehefrau und Mutter mit Persönlichkeitsstörung in United States of Tara spielt. Sie schlug Vorjahresgewinnerin Fey, ehemalige Gewinnerin Julia Louis-Dreyfus und eine schnurrbarttragende Sarah Silverman in der Kategorie "Hauptdarstellerin in einer Comedy".

Kristin Chenoweth war bereits den Tränen nah, bevor sie überhaupt auf die Bühne trat, um den Preis in der Kategorie "Beste Nebendarstellerin in einer Comedy" für Pushing Daisies entgegenzunehmen.

"Ich hab ja nun keinen Job mehr und wäre gerne bei Mad Men dabei", sagte sie in ihrer rührenden Dankesrede, die aus Tränen und Freudenschreien bestand. "The Office und 24 wären auch nicht schlecht. Die ist echt schwer", sagte sie über ihre Trophäe.

Lost-Bösewicht Michael Emerson war fast ein bisschen unheimlich, wenngleich auch sehr eloquent, als er seinen Emmy in der Kategorie "Bester Nebendarsteller in einem Drama" entgegennahm (sein erster Gewinn, er war insgesamt dreimal nominiert), und Cherry Jones, die die Präsidentin in 24 spielte, gewann als beste Nebendarstellerin in einer Drama-Serie.

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Jon Cryer spielte ausnahmsweise nicht die zweite Geige, wie er das normalerweise in der Serie Two and a Half Man macht. Er gewann als bester Nebendarsteller in einer Comedy ("die einzige Kategorie, die man kaufen kann", so Amy Poehler, die den Preis übergab), eine Kategorie, in der er bereits viermal zuvor als Charlie Sheens Bruder nominiert war.

"Ich dachte immer, dass Awards nur oberflächliche Symbole momentaner Popularität seien, aber jetzt wird mir klar, dass sie einzig und allein für den Wert eines Menschen ausschlaggebend sind", sagte Cryer trocken.

Eine ruhige, aber tolle Dankesrede gab der Schauspieler aus dem TV-Film Grey Gardens, Ken Howard, der in der Kategorie "Bester Nebendarsteller in einer Mini-Serie oder TV-Film gewann.

"Ich halte meine Rede ganz kurz, damit sie hoffentlich nicht von einem Kongressabgeordneten oder einem Rapper unterbrochen wird", sagte der 65-jährige Schauspieler. "Dieses HBO-Projekt hat mir wirklich viel Spaß gemacht. Wir als Schauspieler sind über den Erfolg des Kabelfernsehens so begeistert und auch den neuen Medien, wir können es kaum erwarten, [unsere Gehälter] neu zu verhandeln."

Dann beglückwünschte er noch seine Frau, die Geburtstag hatte (wo ist der Preis für die beste Dankesrede?).

HBO dominierte im Bereich Miniserie/TV-Film ganz klar. Shohreh Aghdashloo gewann für ihre Rolle in House of Sadaam, Brendan Gleeson gewann für den Film Into the Storm. Der Preis für die beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder einem TV-Film ging an Jessica Lange, die ihren Co-Star aus Grey Gardens, Drew Barrymore, schlug. (Drew, so ganz nebenbei, brachte Justin Long als Begleitung). 

Grey Gardens erzählt die Geschichte von Jackie Kennedys Verwandten Big und Little Edie Beale."Diese Rolle war ein echtes Geschenk und solche Gelegenheiten bekomme ich nicht mehr so oft", sagte die anmutige und immer noch großartig aussehende Lange in ihrer Dankesrede.

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Moderator Neil Patrick Harris, der ein weißes Dinner-Jackett und eine schwarze Fliege trug, war sehr effektiv - er witzelte, wenn es angebracht war und sorgte dafür, dass die Show flott war. Er spielte auch nicht zu lange den Beleidigten, als Cryer ihm die Trophäe in der Kategorie "Bester Nebendarsteller in einer Comedy" vor der Nase wegschnappte. Auch ein Sketch mit einer Einlage von Joss Whedons Dr. Horrible's Sing-Along Blog mit Harris und Nathan Fillion traf den Nagel auf den Kopf.

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Hier könnt ihr eine komplette Liste aller Gewinner sehen und in unserer Galerie: 2009 Emmys: die Gewinner auch jede Menge Fotos.

 

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