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Michael Jacksons Arzt bekennt sich der fahrlässigen Tötung nicht schuldig

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Nachdem sie in den letzten acht Monaten seit Michael Jacksons Tod daran arbeitete, eine Anklage vorzubereiten, glaubt die Staatsanwaltschaft in Los Angeles jetzt, genügend Beweismaterial gegen Dr. Conrad Murray gesammelt zu haben, um ihm die Schuld an dem Tod des King of Pop nachzuweisen.

Sie  reichte am Montag offiziell eine Klage wegen fahrlässiger Tötung gegen Murray ein, in der Jacksons ehemaligem Leibarzt vorgeworfen wird, dem Star eine Überdosis des starken Narkosemittels Propofol verabreicht zu haben. Murray soll Michael Joseph Jacksons Tod jedoch ohne bösartigen Vorsatz verursacht haben.

Nur wenige Stunden nach Einreichung der Klageschrift plädierte Murray vor einem Gericht in Los Angeles und in Anwesenheit von mehreren Familienmitgliedern des Sängers auf „nicht schuldig".

Der Arzt – in einem beigefarbenen Anzug - traf ungefähr 45 Minuten vor der Anklageverlesung vor dem Gerichtsgebäude ein, wo schon schreiende Fans auf ihn warteten, die ihn als „Mörder" bezeichneten und „Gerechtigkeit für Michael" forderten. Viele von ihnen trugen rote, mit Pailletten besetzte Armbänder.

Der Arzt befand sich für seinen Gang in den Gerichtssaal nicht in Handschellen, sondern wurde stattdessen von einem halben Dutzend Hilfssheriffs begleitet.

Jacksons Familie, inklusive seine Eltern Joe und Katherine und seineGeschwister Jermaine, Tito, Randy und La Toya, starrte Murray stillschweigend an, als er in Begleitung seiner Anwälte Ed Chernoff, Joseph Low und J. Michael Flanagan den Saal betrat.

Der Richter Keith L. Schwartz verkündete, dass der Fall aus Sicherheitsgründen in ein Strafgericht Downtown übersiedeln würde und setzte eine Anhörung für den 5. April fest.

Des Weiteren setzte Schwartz einen Kautionsbetrag in Höhe von $300.000 fest und schränkte Murrays ärztliche Tätigkeit in Kalifornien und Texas ein, im Besonderen verbot er ihm das Verschreiben und Verabreichen von Propofol oder „anderer starker Betäubungsmittel" an seine Patienten.

"Ich möchte nicht, dass Sie den Patienten Betäubungsmittel verabreichen", sagte Schwartz.

Murray wurde auf Kaution von $75,000 entlassen. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu vier Jahre Haft.

Der Arzt stand im Mittelpunkt der Ermittlungen in Jacksons Tod am 25. Juni 2009. Der Fall schien sich jedoch in den letzten Wochen zuzuspitzen, nachdem der Totenschein des Entertainers im Januar stillschweigend revidiert worden war, um seine Todesursache als „Todesdelikt" aufzulisten. Das Dokument zitierte eine „akute Propofolvergiftung" durch eine „intravenöse Verabreichung durch einen anderen".

Murray hatte daraufhin sofort den in Südkalifornien basierenden Verteidiger J. Michael Flanagan als Teil seines wachsenden Verteidigungsteams angeheuert.

Jener hatte bereits Britney Spears verteidigt, als diese vor ein paar Jahren beim Fahren ohne gültigen Führerschein erwischt worden war. Außerdem verteidigte er 2004 einen anderen (wenn auch unbekannten) Mandanten erfolgreich wegen fahrlässiger Tötung mit Propofol. Er gewann den Fall mit der Begründung, dass der Tod durch „falsches Ermessen", nicht durch Fahrlässigkeit oder Leichtsinn verursacht wurde, wie es einer Anklage wegen fahrlässiger Tötung entsprechen würde.

 

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In unserer Galerie "Michael Jackson: ein Leben" könnt ihr einen Blick zurück auf das Leben des verstorbenen Stars werfen!

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