Janet Jackson: Erinnerung an Michael
Tom Munro for Haper's Bazaar
Auf dem Cover der Oktober-Ausgabe von Harper's Bazaar lacht Janet Jackson, aber im Interview redet sie über den Verlust ihres Bruders und was er ihr bedeutete.
"Haben Sie bitte Nachsicht mit mir, denn es fällt mir immer noch schwer zu glauben, dass er nicht mehr unter uns weilt", sagt sie, während sie sich an ihre schöne Zeit mit ihrem Bruder erinnert.
Was ihr dabei am meisten in den Sinn kommt, ist sein Sinn für Humor.
"Er liebte es, zu lachen... Manchmal sagte er kitschige Sachen, manchmal hatte er eher einen trockenen Humor. Er stand auf die Three Stooges, er liebte Slapstick und er liebte Eddie Murphy in seinen Komödien. Er wollte immer Spaß haben und liebte das Spiel."
Und diese Charaktereigenschaft zeigte sich wohl auch beim letzten Mal, als Janet ihren Bruder Michael sah, nur wenige Tage vor ihrem 43. Geburtstag am 14. Mai.
"Wir hatten an dem Tag so viel Spaß", erinnert sie sich. "Wir haben danach ein paar Mal telefoniert und darüber geredet, wie viel Spaß wir hatten."
Und was ist ihrer Meinung nach Michaels Vermächtnis?
"Das geht so weit, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll", sagt sie. "Dass er Licht ins Dunkel brachte und Liebe und Fröhlichkeit. Er trug so viel Liebe in sich und hatte so viel Herz und so viel Power durch seine Musik. Kinder, und seine Liebe für Kinder. Es gab Leute, die zu mir sagten: 'Ich bin wegen deines Bruders amerikanischer Staatsbürger.' Weil er für sie einen Brief geschrieben hatte oder so was. Er war einfach immer sehr hilfsbereit und liebevoll und, nicht zu vergessen, der größte Entertainer aller Zeiten. Das ist er noch. Ich hoffe, dass man nun einen Blick auf den wahren Michael erhascht."
Die Trauer um Michael im Rampenlicht trieb Janet dazu, sich in die Arbeit zu stürzen. "Die Arbeit lässt einen seine ganze Energie auf etwa richten, was einem etwas bedeutet", erklärt sie. Und Janet vermeidet das Fernsehen.
"Es treibt einem in den Wahnsinn", sagt sie in Bezug auf die Medien. "Selbst wenn man eine Elefantenhaut hat, kommt irgendwann einen Zeitpunkt, an dem man verletzt wird. Man ist ja nicht aus Stein. Ich habe mir seit etlichen Wochen keine Nachrichten mehr angesehen. Ich musste meinen Koch fragen: 'Wie läuft’s denn mit Obama?' Ich habe keine Zeitung gelesen."
Jedoch ist nicht alles negativ. Janet hat es geschafft, auch etwas Positives aus der Erfahrung zu lernen:
"Ich weiß jetzt wenigstens, dass ich mich zusammenreißen kann, wenn ich gebraucht werde, und nicht zusammenbreche. Wenn es um etwas geht, das so ernst, schmerzhaft und traumatisch ist, kann ich damit umgehen."
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Wenn ihr euch nochmals an den King of Pop erinnern wollt, empfehlen wir unsere Fotogalerie Michael Jackson: ein Leben.





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