Ist Chris Browns Karriere am Ende?
Jeffrey Mayer/Getty Images
Kann Chris Brown seine Karriere weiter vorantreiben, sollte er schuldig sein?
—Marnie, Scottsbluff, Arizona
Wir haben heute mit Duzenden von Krisen-PR-Experten gesprochen - Leute, die mit allen möglichen Fällen zu tun hatten, von Nahrungs-Skandalen bis zu sexuellem Missbrauch von Kindern. Die Experten sind sich lediglich in einer Sache uneinig: Ob Chris Browns Karriere zu Ende, vorbei oder lediglich beendet ist.
Das ist keine unbedeutende Angelegenheit für jemanden, der noch letztes Jahr von Forbes als ein "Promi, der es weit bringen kann", bezeichnet wurde. Sein größter Fehler seit dem angeblichen Verbrechen? Schweigen.
Offensichtlich liegt es in den Händen der Polizei und Staatsanwaltschaft, Einzelheiten des Vorfalls ans Licht zu bringen, trotzdem sind sich alle PR-Leute einig: Brown hätte mittlerweile eine "Es tut mir so leid, ich bin ein Arschloch"-Presseerklärung herausgeben müssen oder wenigstens irgendwas, das der Welt zeigt, dass er das Ganze bereut.
Hier die langfristige Strategie, die er angehen sollte...
Ungeachtet der polizeilichen Ermittlung rät PR-Krisen-Experte Dave Cieslak dazu, dass Brown "seinen Fehler zugeben und Rihanna und seine Fans aufrichtig um Vergebung bitten sollte, und das Ganze unter Tränen."
Es gibt vielleicht eine winzig kleine Chance, dass man ihm doch irgendwann vergibt.
Wie? Er sollte sich vielleicht zunächst mal auf die afroamerikanische Gemeinde konzentrieren, schlägt Goldie Taylor vor. "Wir haben ein vergebendes Herz", fügt sie hinzu. "Das sieht man doch immer wieder. Das jüngste Beispiel ist Michael Vick, [der American-Football-Spieler, der wegen der Organisation von Hunde-Wettkämpfen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde]. Der ist nicht am Ende."
(Vick wird im Juli aus dem Gefängnis entlassen und seine Anwälte versuchen, ihn wieder in die Liga zu bekommen, von der er wegen der Angelegenheit suspendiert worden war.)
Er könnte zum Beispiel auf BET, dem afroamerikansichen Fernsehkanal ein ausführliches Interview geben oder mit einer sehr öffentlichen "Ich habe Jesus gefunden"-Erklärung einer afroamerikanischen Kirche beitreten.
Er muss auch dafür sorgen, so Taylor weiter, dass aus seinem Lager nichts mehr durchsickert und eine klare Stellungnahme herausgeben:
"Dass seine Liebe zu Rihanna ungebrochen ist, dass er schwarze Frauen liebt und respektiert, dass er Schwestern hat und dass er, als er aufwuchs, gesehen hat, wie seine Mutter als Alleinerziehende zu kämpfen hatte. Dass er keinen Kommentar zu der Angelegenheit direkt geben kann, aber dass er großes Vertrauen in das amerikanische Rechtssystem hat."
"Wenn er aber dieses Schweigen aufrecht erhält", sagt Taylor, "ist er bald zu Ende."
Natürlich sollte Brown außerdem eine eigene Anti-Gewalt-Foundation gründen.
Aber selbst wenn er all das tut, wird es wohl eine Weile dauern, bis man Chris Brown wieder live und in Farbe sehen kann.
"Wenn seine Leute schlau sind", sagt Peter Shankman, Gründer der PR-Firma Geek Factory, "lassen sie ihn für mindestens sechs Monate in der Versenkung."






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