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Gerichtsmedizin stuft Jacksons Tod als fahrlässige Tötung ein

Michael Jackson Kevin Mazur/AEG via Getty Images

Michael Jacksons Todesursache? Totschlag.

Laut eines veröffentlichten Berichts, in dem auf eine Quelle, die den Ermittlungen nahe steht, Bezug genommen wird, verstarb der Superstar aufgrund einer kriminellen Handlung. Es ist davon auszugehen, dass Jacksons Arzt Dr. Conrad Murray eine Klage wegen Totschlags bevorsteht. 

E! News erwarb außerdem eine Kopie eines Durchsuchungsbefehl und einer eidesstattlichen Erklärung, die am Montag in Houston öffentlich gemacht wurden, und in denen das gerichtsmedizinische Institut in Los Angeles bestätigt, dass Jackson zum Zeitpunkt seines Todes eine tödliche Mengen Propofol in seinem Körper hatte.

"Die toxikologische Analyse zeigt, dass Michael Jackson eine tödliche Dosis Propofol im Blut hatte", so die Stellungnahme in besagtem Dokument.

Laut der Erklärung hatte Murray der Polizei von Los Angeles erzählt, dass er den 50-jährigen Sänger sechs Wochen lang wegen Schlaflosigkeit behandelt habe und ihm jede Nacht 50 mg des starken Anästhetikums verabreichte.

Der Arzt gab demzufolge nicht nur zu, dass er das Propofol Jackson am 25. Juni verabreicht hat, sondern auch, dass er den King of Pop anschließend alleine zurückließ, um sich um andere Dinge zu kümmern.

Aber das ist noch nicht alles…

Laut Murray hatte Jackson in der Nacht des 24. Juni wieder einmal Schlafprobleme. Da er glaubte, in dem Sänger eine zunehmende Abhängigkeit von dem starken Präparat zu bemerken, welches eigentlich nur in Krankenhäusern unter Aufsicht eines Anästhesisten eingesetzt wird, hatte er, nach eigener Aussage, bereits seit einiger Zeit mit mäßigem Erfolg versucht, es abzusetzen.

Er habe Jackson zunächst um 01:30 Uhr Valium gegeben. Weil das nichts half, gab er ihm um 2 Uhr morgens Lorazepam und danach Midazolam. Als all diese Versuche fehlschlugen, entschied sich Murray um 10:40 Uhr dafür, Jackson 25 mg Propofol zu geben, was jenen umgehend in einen Schlaf versetzte.

Der Kardiologe teilte Ermittlern mit, dass er Jackson nach ca. zehn Minuten allein gelassen habe, um für ca. zwei Minuten zur Toilette zu gehen. Als er zurückkehrte, habe Jackson nicht mehr geatmet. Er habe sofort Wiederbelebungsmaßnahmen angefangen, während ein Hausangestellter den Notarzt anrief.

Seine Telefonaufzeichnungen sprechen jedoch eine andere Sprache. Danach führte der Arzt von 11:18 Uhr bis 12:05 Uhr drei verschiedene Gespräche von insgesamt 47 Minuten Dauer - etwas, was er der Polizei gegenüber vernachlässigte zu erwähnen (die L.A.Times bezieht sich auf eine Quelle, die sagt, Murray habe seine Praxis in Houston und seine Familie angerufen).

Solche Diskrepanzen werfen natürlich kein gutes Licht auf den Arzt, und die Polizei zieht in Betracht, ihn wegen fahrlässiger Tötung zu verklagen. Wenngleich nun auch klar ist, dass Jackson nachweislich eine tödliche Dosis des Medikaments im Blut hatte, hat die Gerichtsmedizin noch immer keine offizielle Todesursache bekannt gegeben.

Die Veröffentlichung der Autopsie-Ergebnisse war auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Es gibt jedoch einen Faktor, der Dr. Murray zugute kommt: Ermittler fanden keine Beweise, dass der Arzt das Medikament selbst verschrieb oder auf illegalem Weg besorgte. Die Rezepte wurden wohl von verschiedenen Ärzten ausgestellt, zwei davon sollen angeblich in Deutschland ansässig sein.

Jacksons Familie wartet immer noch auf den Abschluss der Ermittlungen.

"Die Familie Jackson hat vollstes Vertrauen in unser Rechtssystem und ist der Gerichtsmedizin, der Polizei und der Staatsanwaltschaft überaus dankbar für ihre sorgfältigen Ermittlungen", so ein Sprecher der Familie am Montag in einer Stellungnahme.

 "Die Familie hofft, dass der Gerechtigkeit bald genüge getan wird."

—Zusätzliche Berichterstattung von Lindsay Miller

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Michael Jackson wird in seinem musikalischen Vermächtnis weiterleben. Werft mit unserer Fotogalerie nochmals einen Blick zurück auf sein Leben.

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