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Cindy Crawford wegen "unsittlichen Foto" von Deutschem erpresst

Rande Gerber, Cindy Crawford, Presley, Kaia, Edis Kayalar, Mugshot John Shearer/Getty Images; FBI

Cindy Crawford ist die einzige Person auf diesem Foto, die sich für Geld ablichten lässt.

Das Supermodel und ihr Ehemann Rande Gerber waren das Ziel eines Möchtegern-Erpressers, der ein "sexy" Foto der siebenjährigen Tochter der beiden besaß und mit ihnen einen Deal aushandeln wollte, damit dieses Foto "nicht in den Klatschblättern endet", laut eines Dokument, das am Dienstag bei einem US-Bundesgericht eingereicht wurde.

Das Paar erzählte den Ermittlern, dass Edis "Eddie" Kayalar, der deutscher Staatsbürger ist und bereits nach Deutschland abgeschoben wurde, sie im Juli anrief und behauptete, ein "guter Mensch" zu sein, der ihnen nur helfen wolle.

Kayalar hätte ihnen erzählt, dass das Foto, auf dem ihre Tochter geknebelt und mit einem T-Shirt und Shorts bekleidet an einen Stuhl gefesselt war, "einfach nicht rechtens" sei und er es als "unsittlich" empfände.

Gerber und Crawford wussten nach eigenen Angaben nichts von einem solchen Foto, das, wie sich im Nachhinein rausstellte, von einem ehemaligen Kindermädchen „zum Spaß“ aufgenommen worden war.

"Das FBI und die Staatsanwaltschaft reichten heute vor einem Bundesgericht in Los Angeles eine Strafanzeige ein, in der Rande Gerber und Cindy Crawford als die Opfer einer Erpressung genannt werden", so ein Sprecher des Paares am Donnerstag.

"Als Mr. Kayalar Mr. Gerber und Ms. Crawford kontaktierte, wussten sie nichts von der Existenz eines solchen Fotos. Dieses wurde vom ehemaligen Kindermädchen gemacht und war angeblich nur ein Spaß, von dem die Eltern nichts wussten. Das Paar hat den Erpresser bei der Polizei angezeigt und das FBI begann mit den Ermittlungen.

Rande Gerber und Cindy Crawford werden gegen jeden, der dieses Foto verkaufen oder in irgendeiner Form veröffentlichen will, alle möglichen rechtlichen Schritte einleiten."

Laut der Strafanzeige hatte Kayalar das Foto aus dem Apartment des Kindermädchens gestohlen, das er in einer Bar kennengelernt hatte. Offensichtlich fand er dort auch Crawfords Handynummer, als das Kindermädchen schlief.

Ferner habe Kayalar gesagt, dass er einen handgeschriebenen Zettel entwendet habe, auf dem stand: "Das Kindermädchen ist durchgedreht und hat alle gefesselt. Sie benötigen Hilfe! Bitte."

Ein merkwürdiges Spiel, was?

Kayalar arrangierte ein Treffen mit Gerber in einer Bar in Venice, Kalifornien, wo er dem zweifachen Vater eine Kopie des Fotos auf seinem Handy zeigte und ihm sagte, dass er das Original aus Sicherheitsgründen bei Freunden hinterlassen habe.

Kayalar "deutete an, dass er ‘pleite' sei und gerne eine Belohnung für die Rückgabe des Fotos hätte", schrieb Special Agent Kelly L. Decker.

Kayalar stimmte einem Treffen mit Gerber und einem Polizisten zu, um das Kindermädchen zu konfrontieren. Das Kindermädchen, das eine Woche bevor Kayalar die Familie kontaktierte gefeuert worden war, gab zu, dass sie das Foto "aus Spaß" aufgenommen hätte.

Kurz darauf, so teilte Gerber den Behörden mit, hätte er einen Abzug des Fotos in den Händen gehalten und Kayalar dafür $1.000 bezahlt. Zwei Tage später hätte Kayalar allerdings wieder angerufen und mehr Geld gefordert, weil die Regenbogenpresse angeblich bereit gewesen wäre, dafür $500.000 zu zahlen.

Die Polizei wurde verständigt und diese kontaktierte wiederum die Einwanderungsbehörde. Die Abschiebung wurde im September in die Wege geleitet.

Doch Kayaler gab sich noch nicht geschlagen.

Am 1. November rief er Gerber von Deutschland aus an und forderte $100.000, damit das Foto nicht an die Presse gelänge, heißt es weiter in der Strafanzeige.

Kayalar gab Gerber und Crawford die Schuld für seine Abschiebung und finanziellen Probleme. Er erzählte Gerber, dass ihm bewusst sei, dass er ein "übles Verbrechen" begangen habe, aber dass er glaube, dass er das Geld trotzdem verdiene.

Und genau genommen seien ihm 100.000 Euro lieber, da der amerikanische Dollar in Europa "einen Dreck" wert sei.

FBI-Sprecherin Laura Eimiller teilte E! News mit, dass gegen Kayalar ein Haftbefehl ausgestellt worden sei. Das Kindermädchen, dessen Identität uns nicht preisgegeben wurde, wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht belangt.

—Berichterstattung von Whitney English und Lindsay Miller

 

 

 

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