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Brasilianer empfinden Paris Hiltons Werbespot als frauenfeindlich

Das Land, das uns Gisele, knappe Bikinis und eine bestimmte Art der Intimrasur brachte, hat ein Problem mit Paris Hiltons möglicherweise prüdesten Auftritt seit langer Zeit.

Das brasilianische Fraueniministerium hat etwas gegen einen Werbespot der Hotelerbin für Devassa-Bier, in dem sie am Fenster eines Bürogebäudes steht und neugierige Blicke von Passanten auf der Straße – sowie eines Fotografens, der allem Anschein nach im Besitz eines Zoom-Objektivs ist - auf sich zieht, während sie sich mit einer Bierdose in der Hand in gewohnt lasziver Manier dreht und windet.

Paris ist dabei aber weder nackt, noch trägt sie einen Bikini aus Bierschaum. Sie ist komplett bekleidet, in einem kleinen Schwarzen.

Sie trug sogar weniger als in ihrem Carls Jr.-Burger-Werbespot! Doch der Spot kann anscheindend als frauenfeindlich angesehen werden, besonders blonden Frauen gegenüber.

“Das Problem mit dem Spot ist nicht zu wenig Kleidung, sondern seine sinnliche Natur”, so Eduardo Correia, ein Sprecher der privaten Regulierungsagentur Conar. “Eine Frau in einem Bikini am Strand ist nicht unbedingt sinnlich; es kommt dabei auf den Kontext an.”

Weil Paris also kein Devassa – das frei übersetzt ungezogen bedeutet – am Strand trinkt, ist sie offenbar besonders erregend.

Conar hat nicht die Autorität, die Spots aus dem Fernsehen entfernen zu lassen, hat aber gerade drei Ermittlungen gegen die Kampagne am Laufen und seine Empfehlungen werden Correia zufolge bei den entsprechenden Behörden nur selten ignoriert.

In den USA erinnert der Devassa-Spot an eine Zeit, als die Damen im Büro mit einem shirtlosen Lucky Vanous, der eine Cola-Light öffnete, liebäugelten und im Vergleich zu einer anderen großen Werbekampagne, bei der Paris vor einiger Zeit im Mittelpunkt stand, harmlos.

Auch wenn sie Kontroversen gewohnt ist, hat Paris vermutlich nicht damit gerechnet, dass sie ausgerechnet in Brasilien dafür gerügt wird, heiß zu sein.

 

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