Rihanna: Ich wollte nie mit jemandem zusammen sein, der meinem Vater gleicht
ABC/ Ida Mae Astute
Selbst wenn sie Chris Brown niemals kennengelernt hätte, wäre Rihanna bewusst gewesen, dass häusliche Gewalt ein Teufelskreis sein kann.
"Ich habe das immer vorausgesehen. Ich konnte nachts nicht schlafen, weil ich Angst hatte, dass es passieren könnte", erzählte die Sängerin in ihrem ABC News Interview, das am vergangenen Freitag ausgestrahlt wurde. Sie bezog sich damit auf ihren Vater, der ihre Mutter schlug, als sie noch klein war.
"Sie ging nie ins Krankenhaus, aber er brach ihre Nase", fuhr Rihanna fort. "Sie ist nie ins Krankenhaus gegangen... Die Betroffenen wollen nicht, dass andere von der Misshandlung wissen, also versteckte meine Mutter sich einfach im Haus. Ich hab mir immer gesagt: 'Ich werde nie mit jemandem zusammen sein, der wie mein Vater ist, niemals.'
Das hab ich immer gesagt."
Und trotzallem war sie nicht nur mit jemandem zusammen, der sie schlug, sie ging sogar zu ihm zurück.
"Ich wusste, dass ich mich selbst belog und rechtfertigte das mit: ‚Was macht er im Moment durch?‘ Ich musste ihn beschützen", erklärte sie. "Die ganze Welt hasst ihn jetzt. Seine Fans, seine Karriere, er hat mich verloren - ich muss ihm einfach klarmachen, dass er jetzt nichts Dummes tun soll."
Rihanna schaffte es jedoch, die Beziehung nach einem Wiedersehen in Miami zu beenden.
"Ich habe ihn so verabscheut und war nach außen hin immer stark... dieses 'Ich kann mit allem umgehen‘-Gehabe, ich versuchte, das abzuwimmeln", sagte sie. "Aber ihm war das klar... Er frage mich ständig: 'Du hasst mich, oder? Du hasst mich', und ich log und sagte: 'Nein.'"
Dann fand sie jedoch die Stärke, die Beziehung ganz zu beenden.
"Alles, was mit ihm in Verbindung stand, nervte mich, wenn er um mich herum war, wenn er mit mir sprach. Einfach alles. Also sagte ich schlussendlich: 'Wir können nicht so weitermachen. Ich kann nicht so weitermachen."
Rihanna sagte, dass Brown, der vor einigen Jahren davon sprach, wie sein Stiefvater seine Mutter schlug, vergessen hätte, welch Schmerz seiner Mutter zugefügt worden war.
Browns Entschuldigung auf YouTube, merkte sie an, habe so geklungen, als habe er das Gesagte von einem Teleprompter abgelesen.
"Ich wusste, dass er sich sehr schlecht fühlte", fügte sie hinzu. "Ich war mir nur nicht sicher, ob ihm wirklich das gesamte Ausmaß seines Verhaltens bewusst war. Was Männer nicht verstehen, ist, dass ein verletztes Gesicht, ein blaues Auge oder ein gebrochener Arm heilen, aber das ist nicht der Punkt. Es ist die Narbe im Inneren. Man hat Flashbacks und durchlebt das ständig im Kopf. Es holt einen immer wieder ein und das ist schmerzhaft.
Ich glaube nicht, dass er das verstanden hat. Das tun sie nie. Sie können es nicht nachvollziehen."
Was erwartet sie nun von Brown, was soll er sagen?
"Gar nichts", antwortete sie auf diese Frage. "Ich will, dass er seine Verantwortung akzeptiert und sich wie ein Mann verhält und nicht in Selbstmitleid badet."
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Das waren noch schönere Zeiten. Werft einen Blick zurück auf Rihanna & Chris.





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