Janet Jackson gibt Arzt Schuld an Michaels Tod
Vittorio Zunino Celotto/Getty Images, AP Photo/Houston Chronicle
Während viele ihrer Familienmitglieder sich nicht konkret zu der Anschuldigung äußern wollen, hält sich Janet Jackson in ihrer Meinung darüber, wer die Verantwortung für den Tod ihres Bruders trägt, nicht zurück.
Sie gibt Dr. Conrad Murray die Schuld an Michael Jacksons Tod.
„Er war für die Verabreichung zuständig", erzählt sie der Moderatorin des US-Senders ABC, Robin Roberts, in einem exklusiven Interview, das am Mittwochabend ausgestrahlt wird. „Ich denke, er ist dafür verantwortlich."
Gegen den Arzt, der zugegeben hatte, Michael Jackson das Narkosemittel Propofol verabreicht zu haben, wird immer noch ermittelt.
Miss Jackson spricht in diesem seltenen Interview jedoch nicht nur über Schuldzuweisungen.
„Ich konnte es nicht glauben", sagt sie in Bezug auf den 25. Juni und den Moment, als sie herausfand, dass ihr Bruder gestorben war.
„Ich war zu Hause in New York", erinnert sie sich. „Es war ein ganz normaler Tag und ein ganz normaler Morgen, als ich einen Anruf bekam… Mein Assistent sagte: 'Ihr Bruder wurde ins Krankenhaus gebracht. Es läuft bereits überall auf CNN.' Ich habe alle angerufen… Ich sprach mit meiner Mutter, ich sprach mit Tito, ich sprach mit meinem Neffen Austin und schließlich mit meiner Schwester La Toya."
„Ich bat sie darum mich anzurufen, sobald sie im Krankenhaus sind. Und ich erinnere mich noch daran, dass ich mir Sorgen machte, weil mich keiner zurückrief, so rief ich wieder an und so fand ich heraus, dass er gestorben war."
„Ich wollte es nicht wahrhaben", erinnert sie sich. „Es fühlte sich wie ein Traum an. Es fällt mir immer noch sehr schwer, das zu akzeptieren."
Die öffentliche Gedenkfeier im Staples Center in Los Angeles habe ihr ein bisschen darüber hinweg geholfen.
Janet war verständlicherweise nicht so offen in Bezug auf Anschuldigungen, dass Joe Jackson Missbrauch betrieben habe.
„Man darf nicht vergessen, dass ich das Baby bin", räumt die Jüngste von neun Geschwistern ein. „Es handelt sich um eine altmodische Tradition. Und diese könnte als Missbrauch verstanden werden. Verstehen Sie, was ich damit meine?"
Insgesamt war 2009 ein schwieriges Jahr für die Pop-Sängerin.
„Es ist ein hartes Jahr", sagt sie. „Es gibt Tage, an denen es mir schwerfällt, es zu glauben. Und es geht nicht ein Tag vorbei, an dem ich nicht an ihn denke."
Auch Murray hatte kein besonders gutes Jahr.
Jacksons unter Druck geratener Arzt musste sich am Montag wegen vernachlässigten Unterhaltszahlungen vor Gericht verantworten.
Sein Anwalt Christopher Aaron sagte, Murray habe sich gezwungen gesehen, seine Arztpraxis zu schließen und umzuziehen, weil er nach Jacksons Tod Drohungen erhielt. Dr. Murry bat den Richter in Las Vegas darum, vorerst minimale Zahlungen machen zu dürfen, weil er seither noch keine Arbeit finden konnte.
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Janet sagt, die Trauerfeier im Staples Center habe ihr über den Schmerz hinweg geholfen. Schaut euch die bewegenden Momente nochmals in unserer Galerie "Die Welt trauert um Michael Jackson" an.






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