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Die Hintergründe zu Jett Travoltas tragischem Tod

Kelly Preston, Ella Travolta, Jett Travolta, John Travolta Lucky Mat/Getty Images

Kelly Preston hat in der Vergangenheit gesagt, dass sie giftige Reinigungsprodukte für die Erkrankung ihres Sohnes im Kleinkindalter verantwortlich macht.

Jett, ihr 16-jähriger, gemeinsam Sohn mit Ehemann John Travolta, verstarb plötzlich und unerwartet am Freitagmorgen, nachdem er einen Krampfanfall erlitten hatte. Das Ganze trug sich im Ferienhaus der Familie auf den Bahamas zu. Im Alter von 15 Monaten war Jeff mit Kawasaki-Syndrom, einer seltenen Krankheit, die hauptsächlich Kleinkinder befällt, ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Krankheit ist behandelbar, es können sich jedoch unvorhersehbare Komplikationen entwickeln, unter anderem kann sie zu einem bleibenden Herzschaden führen.

Die Überreste des Jungen verbleiben vorerst im Rand Memorial Hospital auf den Bahamas, bis eine Autopsie abgeschlossen ist. 

Was genau das Kawasaki-Syndrom auslöst, ist bisher nicht bekannt, einige Studien weisen jedoch auf eine mögliche Verbindung zwischen der Krankheit und Chemikalien, die zur Teppichreinigung genutzt werden, hin. Auch gibt es Hinweise, dass stehende Gewässer einen Einfluss auf die Krankheit haben können, laut den Untersuchungen des Children's Hospital in Boston.

Studien haben auch aufgezeigt, dass Kinder aus höheren sozioökonomischen Gruppen, zu denen Jett Travolta ganz klar gehörte, öfters betroffen sind.

2002 erinnerte sich Preston in einer US-Talkshow, an die Zeit, als ihr Sohn mit der Krankheit diagnostiziert wurde.

"Jetts Immunsystem ist komplett zusammengebrochen und er entwickelte andauernd ein hohes Fieber von 40 Grad und mehr. Ich brachte ihn immer wieder zum Arzt, aber keiner wusste, was ihm fehlte. Er bekam einen Ausschlag, seine Lymphknoten schwollen an – es war furchtbar.“

Im Kinderkrankenhaus in Los Angeles wurde Jett schließlich mit dem Kawasaki-Syndrom diagnostiziert.

"Und dann wusste keiner, woher diese Krankheit kommt und es gab eine ganze Reihe von Kindern auf der Intensivstation mit Kawaski“, sagte Preston. “Ich hatte noch nie davon gehört. Und sie gaben mir einen Fragebogen mit 50 Fragen. Ich habe mit allen der betroffenen Eltern gesprochen – jedem einzelnen – und jeder hatte in den Wochen vor der Erkrankung seine Teppichböden reinigen lassen. Das war eine der Fragen. Ich weiß nicht, was der Zusammenhang ist... Ich sage nur, dass wir mehr wissen müssen.“

Aufgrund von Jetts Asthma und seinen Allergien, gäbe es bei ihnen im Haus keine Chemikalien. „Wir haben keine Chemikalien im Hause. Bis zu 90% ist alles organisch, es gibt lediglich ein paar Konservendosen und ein bisschen Junk Food.“

Ebenfalls im Jahr 2002 gab Preston in der The Oprah Winfrey Show wertvolle Tipps für Eltern, wie sie Reinigungsmittel kindersicher im Haus aufbewahren können.

"Als ich herausfand, dass ich mit meiner Tochter Ella Bleu (die mittlerweile 8 Jahre alt ist) schwanger war, war mein größtes Anliegen, ein optimales Umfeld für mein Baby zu kreieren", sagte Preston.

"Ich war total aufs Nest bauen eingestellt, aber das kennen Sie sicher. Manchmal glaubt man, das Richtige zu tun, wie zum Beispiel das Kinderzimmer auf Hochglanz zu polieren und den Teppich reinigen zu lassen. Dann stellt sich heraus, dass man sein Baby damit gefährlichen Chemikalien aussetzt. Sogar, was Chemikalien zurücklassen, kann ernsthafte Probleme verursachen, von daher sollte man nicht soviele Reinigungsmittel verwenden."

Auch die "Children's Health Environmental Coalition" rät, Kinder nach einer Teppichbodenreinigung mindestens vier Stunden vom Haus fernzuhalten.

Über den Auslöser von Kawasaki wird weiterhin diskutiert. Neue Theorien konzentrieren sich auf einen bakteriellen Auslöser und ob die Erbanlagen der Kinder sie für eine Infektion prädisponieren.

"Es hat irgendwas mit dem Teppich-Shampoonieren zu tun, was das Ausbrechen der Krankheit herbeiführt", sagte Dr. David Morens, ein  Epidemiologe, im Gespräch mit Austin American-Statesman 2006.

"Es sind nicht die Chemikalien im Shampoo oder den Teppichfasern, es sind wahrscheinlich die Bakterien, die in die Luft gewirbelt werden. Es gibt komplette Ökosysteme in einem Teppich... Bakterien, Sporen und Pilze, die dort leben und wachsen."

Die häufigsten Symptome zeigen sich durch hohes Fieber, Ausschlag und geschwollene Lymphknoten. Was das Herz betrifft, können sich Blutgefäße in Herzarterien-Bereich entzünden, was zu einem Aneurysma und in selteneren Fällen zum Herzinfarkt führen kann.

Auch Krampfanfälle werden mit dem Kawasaki-Syndrom in Verbindung gebracht, laut Aetnas InteliHealth-Webseite.

Im Juni 2007 hatte Travoltas juristisches Team sich gegen Gerüchte zur Wehr gesetzt, er und seine Frau würden sich weigern, öffentlich zuzugeben, dass Jett unter Autismus leide und statt dessen behaupten, er leide am Kawasaki-Syndrom.

"Die Travoltas sind wunderbare, liebevolle Eltern und die Kinder stehen für sie an erster Stelle", sagte ein Anwalt von Travolta. "Sie haben sich immer in vorbildlicher Weise um ihre Kinder gekümmert. Das Gegenteil zu behaupten, stellt nicht nur eine Verletzung der Familie dar sondern entspricht auch übler Nachrede."

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