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Tom Cruise, Van Tassel

Lisa Mauceri/INFphoto.com

Legen Sie sich ja nicht mit dem Top Gunner an...

Tom Cruise hat eine einstweilige Verfügung gegen einen Kriegsveteranen erwirkt, der wiederholt uneingeladen vor Cruise' Haus in Beverly Hills auftauchte und versuchte, persönlich einen Brief für den Star abzugeben.

Darryl Perlin, der Staatsanwalt von Santa Barbara County, teilte E! News mit, dass die Verfügung, die am Mittwoch rechtskräftig wurde, dem 28-jährigen Edward Van Tassel jeglichen Kontakt und jegliche Kommunikation mit dem 46-jährigen Cruise untersagt. Des Weiteren verbietet sie Van Tassel, sich dem Anwesen in Beverly Hills auch nur zu nähern.

"Er ist definitiv eine Bedrohung. Er ist ein Promi-Stalker", sagte Perlin.

Am 3. Dezember tauchte Van Tassel zum ersten Mal vor Cruise' Haus auf, um mit dem Star Kontakt aufzunehmen. Er wurde weggeschickt, kehrte aber nur wenige Stunden später zurück.

Vier Tage später, kurz nach 5 Uhr morgens, tauchte Van Tassel wieder auf, was einen Sicherheitsbeamten dazu veranlasste, die Polizei zu rufen.

Die Polizeibeamten behaupten, dass sich Van Tassel anfangs ihren Anordnungen widersetzte. Als man ihn schließlich verhaftete, fand die Polizei, laut Bericht, einen an Cruise adressierten Brief, der ausdrückte, wie seine Filme Van Tassel während seines Militärdienstes halfen.

"Tom Cruise hatte großen Einfluss auf sein Leben... seine Filme halfen ihm, mit dem Irak-Krieg besser klar zu kommen", steht im Polizeibericht.

Van Tassel werden noch zwei weitere Vorfälle zur Last gelegt. 

Beim ersten Vorfall tauchte er an Halloween bei einem Radiosender in Santa Barbara in einem Tarnanzug und mit einer Maske bekleidet auf und schwenkte eine Waffe vor sich her. Drei Tage später blockierte er einen Freeway, um gegen den Irak-Krieg zu protestieren und brachte den Verkehr zum Stillstand.

Während der Anhörung am Mittwoch sagte der Richter George Eskin, dass er es bereue, zuvor auf den Anwalt des Angeklagten gehört zu haben und den Mann zum Veteranen-Krankenhaus geschickt zu haben, nachdem er sich zu dem Radiosender-Vorfall nicht schuldig bekannt hatte.

"Ich hatte dabei keine Situation im Sinn, die es ihm ermöglichte, zu kommen und zu gehen, wie er will", sagte der Richter. Er sei ferner überrascht, dass die Schwester des Angeklagten ihren Bruder direkt vom Krankenhaus zu Cruise' Haus gefahren habe.

"Das Veteranen-Krankenhaus hat versagt, die Familie hat versagt und ich habe versagt", fügte der Richter hinzu.

Van Tassels Anwalt Robert Landheer betonte, dass sein Mandant kein Stalker sei und dass der Brief nicht als bösartig bezeichnet werden könne.

"Er war nicht dort, um Mr. Cruise zu stalken wie ein besessener Fan", sagte der Anwalt. "Er wollte ihn für seine Mission gewinnen, angemessene Hilfe für die Soldaten im Irak zu erwirken."

Van Tassel ist weiterhin auf Kaution frei. Ihm droht eine mehrfache Anklage: Das Ziehen einer Waffe in Gegenwart von Polizeibeamten, Behinderung der Staatsgewalt, das Mitführen einer versteckten Waffe in einem Fahrzeug, illegaler Besitz von Kampfsportwaffen (z.B. Nunchackos) und das Tragen einer Maske, um ein Verbrechen zu begehen.