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Roman Polanski

AP Photo/Abdeljalil Bounhar

Dreißig Jahre nach dem Vorfall würde Roman Polanski der Sache gerne ein Ende bereiten.

Der 75-jährige Filmemacher beantragte am Dienstag eine Einstellung des Verfahrens wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen, das ihn seit den 70er Jahren dazu bewegte, Amerika zu meiden wie die Pest.

Polanski bekannte sich 1978 des Geschlechtsverkehrs mit einer 13-Jährigen schuldig und flüchtete aus den USA, weil er befürchtete, dass der Richter eine Übereinkunft, die ihm einen Gefängnisaufenthalt erspart hätte, brechen würde. Seitdem gilt er im Grunde genommen als flüchtiger Rechtsbrecher.

Seine Anwälte, die sich auf Beweismaterial, das in dem jüngsten Dokumentationsfilm Roman Polanski: Wanted and Desired aufgeführt wurde, beziehen, machen geltend, dass Staatsanwälte und Richter “Verfahrensfehler” begangen hätten.

Der aus Polen stammende Regisseur von Filmen wie Chinatown und Rosemaries Baby drehte weiterhin in Europa (jedoch nicht in Großbritannien, wo er sich auch noch nicht blicken ließ, aus Angst, an die USA ausgeliefert zu werden) und gewann für Der Pianist 2002 einen Oscar, den er allerdings nicht persönlich entgegennehmen konnte.