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Boy George

AP Photo/Sang Tan

Ein männlicher Callboy erinnerte sich am Montag vor einem britischen Gericht, wie er angeblich mit Handschellen an die Wand der Londoner Wohnung von Boy George gekettet und mit einer Metallkette geschlagen wurde.

George, der mit bürgerlichem Namen George O'Dowd heißt, steht wegen Freiheitsberaubung des 29-jährigen Audun Carlsen vor Gericht. Der Künstler hatte sich nicht schuldig bekannt, und am Montag bekam Carlsen die Chance seine bizarre Geschichte mit dem Gericht zu teilen.

Er behauptete, den Pop-Star aus den 80er Jahren über die britische Kontaktanzeigen-Website Gaydar kennengelernt zu haben. Nachdem sie sich mehrere Wochen lang „bizarre“ Emails geschrieben hätten, behauptete er, George hätte ihn zu einem erotischen Foto-Shooting zu sich nach Hause eingeladen.

Nachdem sie im Schlafzimmer einige Schnappschüsse aufgenommen hatten, hätte der 47-jährige George, so Carlsen, plötzlich noch einen weiteren, unidentifizierten Mann dazu geholt.

„Kaum bekam ich den anderen Kerl zu Gesicht, haben die beiden mich schon angesprungen. Sie haben mich am Boden festgehalten und geschlagen. Ich konnte mich nicht bewegen“, soll Carlson laut BBC ausgesagt haben. „Sie haben mich auf den Boden gezerrt und sich auf mich gesetzt. Der andere Mann hat mich nicht geschlagen. Er hat George nur geholfen, mich am Boden festzuhalten. George hat mich geohrfeigt und geschlagen und auf mich eingeboxt und mich angeschrieen.“

Danach, so berichtete Carlsen weiter, habe George den Callboy an einen Haken an die Wand gekettet. Carlsen sei es jedoch gelungen, den Haken aus der Wand zu reißen und in seinen Boxershorts aus der Wohnung zu fliehen.

„Ich hatte Angst“, erzählte Carlsen der Jury. „Ich konnte mich befreien und rannte los. Er versuchte mich zu stoppen, aber ich bin zur Haustür gerannt. Es dauerte ein bisschen, bis ich die Tür aufbekam, und er griff sich eine Metallkette und schlug damit auf mich ein“.

Carlsen soll in seinen Aussagen bestätigt haben, dass es sich bereits um sein zweites Treffen mit Boy George gehandelt hatte. Allerdings leugnete er, dass er zugestimmt hätte, an Fesselspielen teilzunehmen.

Des Weiteren bemerkte Carlsen, dass ihn die Pop-Ikone nach ihrem ersten Treffen mehrfach beschuldigt hätte, sich in Georges Computer eingehackt zu haben.