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Joaquin Phoenix

Jason Merritt/Getty Images

Will Joaquin Phoenix wirklich aus der Filmbranche aussteigen? Ich kann das kaum glauben.
—Shelley, Newtown, Pennsylvania

Das sollten Sie auch nicht unbedingt. Wieso? Weil Promis süchtig sind nach Ruhm. 

Ja, Joaquin Phoenix sagt, dass er aufhören will, um sich auf seine Musik zu konzentrieren. Das Problem ist: In der Musikbranche hat man keine Milliarden-Dollar-Promotionsmaschine hinter sich. Die wenigsten Sänger schaffen es auf das Cover von Vanity Fair  oder werden zu den Oscars eingeladen - Miley Cyrus mal ausgenommen.

Ja, Phoenix ist nicht der Durchschnitts-Promi. Er verlässt den Raum, wenn ihm ein Interview nicht passt und hat die Art von Bartwuchs, die man sonst eher einsamen Wölfen zuschreibt, die in verlassenen Hütten am Waldrand an Bomben basteln. Trotzdem: Phoenix ist auf den Geschmack der Berühmtheit gekommen, und wenn man den erst einmal verschmeckt hat, dann ist es schwer, ihn wieder aufzugeben.

Wieso wir uns da so sicher sind? Lesen Sie weiter...

Da hätten wir zum Beispiel Jay-Z, der das Ende seiner Karriere ankündigt hatte. Er drehte sogar einen Dokumentarfilm über seine angeblich letzte Konzerttour. Und dann hörte er doch nicht auf. Er behauptete dann später, dass das Ganze lediglich ein Publicity-Stunt gewesen wäre.

"Ich glaubte für zwei Jahre daran", erzählte er MTV.com. "Aber wenn man etwas liebt, lässt es einen nicht los, also schob ich es auf. Ich wollte sicher sein, dass ich das Richtige tue."

Cher hat über drei Jahre lang Abschied genommen. Am Ende tat sie es dann doch nicht. Stattdessen verkündete sie, dass sie eine Show in Vegas machen würde. Alles irgendwie etwas verwirrend.

"Nach meiner Erfahrung haben Promis Angst, in der Versenkung zu verschwinden und geben ihren Rücktritt bekannt, um Aufmerksamkeit zu erringen und in der Hoffnung, mit Jobangeboten wieder vom Gegenteil überzeugt zu werden", sagt die Promi-Psychiaterin Dr. Carole Lieberman. "In Wirklichkeit wollen sie, dass man sagt: 'Oh, nein! Du willst doch nicht wirklich Schluss machen, oder? Du bist so ein toller Schauspieler - du wirst uns fehlen!'".

"Dann können sie den Helden spielen und sagen: 'Oh, ok. Wenn ihr wirklich nicht wollt, dass ich aufhöre…'"

Sinead O'Connor, Daniel Day-Lewis, Lance Armstrong, Batman, Stephen King, Obi-Wan Kenobi, Michael Jordan und Céline Dion haben allesamt in irgendeiner Form irgendwann verkündet, dass sie aufhören wollten, und schlussendlich sind sie alle zurückgekommen, ob aufgrund eines tollen Angebotes, um einen Preis zu gewinnen, das Böse zu bekämpfen oder warum auch immer.

Einige wenige Promis zogen das durch, wie zum Beispiel die klassische Filmgöttin Greta Garbo, aber ob das nun heißt, dass Joaquin Phoenix wirklich aufhört... wir würden Vanity Fair raten, ihm einen Platz auf der Cover-Liste freizuhalten.