Prince Harry

Hannah Johnston/Getty Images

Moment mal, haben die Zuschauer auf Prinz Harrys Tribühne Tickets zu den Paralympics oder einer Mucki-Show ergattert? Allem Anschein nach zu beidem.

Der wilde Royal zeigte sich zum ersten Mal seit seinem Vegas-Skandal in der Öffentlichkeit. Er feuerte das britische Team in Londons Aquatics Centre sowohl im Freistil-Finale als auch im Goalball an, einer Sportart, die absolute Stille vonseiten des Publikums erfordert.

Harry hatte einen blauen Goalball auf seinem Schoß, während er sich das Spiel ansah. Er trug dem Anlass gemäß einen Trainingsanzug der britischen Mannschaft und gab ihr nach ihrem Gewinn eine Standing Ovation. Vor dem Spiel hatte er noch die Teenie-Schwimmsensation Ellie Simmonds angefeuert, die mehr oder weniger als weibliches Aushängeschild der britischen Paralympics-Mannschaft gilt und auch eine Goldmedaille im 50m-Freistil gewann.

Anschließend bewies er, dass ihn der Vorfall in Las Vegas nicht total Kamera scheu gemacht hat und posierte noch ganze 45 Minuten lang gut gelaunt mit den Athleten auf der Tribühne.

Doch Harry war nicht der einzige Royal, der bei den Spielen anwesend war. Kate Middleton überreicht am Samstag die Medaillen im Diskuswerfen. Allerdings lehnte es der iranische Silbermedaillengewinner Mehrdad Karam Zadeh ab, ihr die Hand zu schütteln, nachdem sie ihm die Medaille um den Hals gehängt hatte. Doch Kate ließ sich nicht aus der Fassung bringen und machte gelassen weiter.

Die Herzogin war vor der Preisvergabe darüber informiert worden, dass viele männliche Athleten aus islamischen Ländern Frauen, mit denen sie nicht verwandt sind, in der Öffentlichkeit nicht die Hand schütteln. Da Middelton also auf die Situation vorbereitet gewesen war, meisterte sie die Ablehnung souverän und veröffentlichte lediglich ein Statement, in dem sie zum Ausdruck brachte, dass sie sich „geehrt fühlte" bei der Preisverleihung dabei gewesen zu sein.

FOTOS: Royals bei den Olympischen Spielen

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