Daniel Craig, Quantum of Solace

Sony Pictures

Der neue James Bond bricht mit zwei liebgewonnenen Traditionen.

Nachdem man in Casino Royale auf Q und die immer flirtende Sekretärin Moneypenny verzichtet hatte, entschieden sich die Filmemacher nun dafür, zwei der bekanntesten Sätze des Spions zu streichen.

Daniel Craig wird sich in dem neuesten Bond-Film Ein Quantum Trost nicht mehr als "Bond, James Bond" vorstellen und auch keinen Martini bestellen, weder geschüttelt noch gerührt. 

Im Gespräch mit dem Independent in London sagte Regisseur Marc Forster, dass das zum einen aus praktischen Gründen geschehen sei und zum anderen, um den Dialog etwas aufzufrischen.

"Es gab ein: 'Bond, James Bond' im Drehbuch. Es gab auch mehrere Szenen, die wir mit diesem Satz aufgenommen haben, aber es kam  einfach nicht so rüber, wie wir das gehofft hatten", erzählte er der Zeitung.

"Ich hatte einfach das Gefühl, dass wir ihn rausschneiden sollten, und die Produzenten Barbara Broccoli und Michael Wilson stimmten mir zu. Daniel sah es genau so. Es ist gut, wenn man mit dem Bond-Konzept offen umgeht. Man kann zu einem späteren Zeitpunkt immer wieder dazu zurückkehren."

Dieser Schritt markiert einen weiteren Versuch, die Bond-Serie wieder näher an die Original-Bücher von Schöpfer Ian Fleming heranzuführen, der die Figur sehr viel härter und kompromissloser darstellte.

Ein Quantum Trost geht dort weiter, wo Casino Royale aufhörte. Bond will den Tod seiner Liebe Vesper Lynd rächen, die von einer terroristischen Organisation dazu erpresst wurde, ihn zu betrügen.

Des Weiteren verriet Forster Cinematical, dass die neueste Mission von 007 mit gerade mal einer Stunde und 40 Minuten die kürzeste in der Geschichte sein wird (Casino Royale hatte eine Länge von 2 Stunden und 24 Minuten).

"Die Geschichte ist emotional viel kompakter als Casino", so der Regisseur. "Ich bin mir nicht sicher, ob wir mit den Action-Szenen Casino Royale überbieten werden, aber die, die wir drin haben, passen zu Ein Quantum Trost, und die Geschichte hat eine Intensität, die das Publikum genug fesseln wird, um mit Bond auf diese emotionale Reise zu gehen."

Judi Dench wird als Bonds Chefin M wieder mit dabei sein, auch Jeffrey Wright, der den CIA-Freund Felix Leiter spielt, ist wieder mit von der Partie. Mathieu Amalric spielt den neuen Bösewicht, den Franzosen Dominic Greene, ein angeblicher Umweltschützer, der sich einen teuflischen Plan ausdenkt, um an Boliviens Wasservorräte heranzukommen. Die neuen Bond-Girls werden von Gemma Arterton und Olga Kurylenko gespielt.

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