Kate Walsh, Wayne Brady

Mathew Imaging / Getty Images

Was genau geht eigentlich bei einer Awardshow wie den Emmys hinter den Kulissen vor sich?

Wir haben uns mal umgeschaut.

Zunächst einmal: Es geht eng zu, ziemlich eng sogar.

Die fünf Co-Moderatoren waren in eine Ecke gepfercht, von der aus sie die Show auf einem kleinen Bildschirm mitverfolgten. Last-Minute Touch-ups werden vor Ort vorgenommen. So wird zum Beispiel Ryan Seacrests Krawatte sofort von einem der zahlreichen Leute, die dort herumschwirren, zurechtgerückt. Und an Make-up- und Haarstationen kann sich jeder seine Nase nachpudern lassen.

Die Präsentatoren haben kurz vor ihrem Auftritt die Möglichkeit, ihren Text auf einem kleinen Teleprompter zu überfliegen, der sich in einer anderen Ecke befindet. Wir haben Kate Walsh dabei ertappt, wie sie ihre Ansprache durchging, nachdem sie sich davor mit Wayne Brady unterhalten hatte.

Auch Schauspieler packt ab und zu noch das Lampenfieber:

“Ich möchte nur einfach nicht stolpern”, verriet Jennifer Love Hewitt ihrer Mitpräsentatorin Hayden Panettiere im Green Room.

“Lauf langsam”, riet ihr Panettiere. „Lauf einfach langsam.“

Doch allein schon auf die Bühne zu gelangen, ist kein leichtes Unterfangen. Der Weg dorthin ist dunkel und voller Menschen mit Klemmbrettern und Headsets. Das Sicherheitspersonal wird Sie höflich darum bitten, aus dem Weg zu gehen, sollten Sie ihnen den Blick auf die Promis versperren.

In diesem Bereich befindet sich auch ein Tisch mit fünf offiziellen Emmy-Postern, die jeder Promi, der daran vorbeigeht, unterzeichnen darf. Eva Longoria Parker war die erste der Hauswives, die ihr Autogramm dort hinterließ, bevor Marcia Cross es ihr gleich tat.

Und coole, kostenlose Sachen zum mit nach Hause nehmen, dürfen bei solch einem Event natürlich auch nicht fehlen. Ein Helfer ist zur Stelle, um die Promis über eine Hintertreppe in eine Lounge, die sich ein paar Stockwerke tiefer befindet, zu geleiten. Dort sahen wir u.a. Laurence Fishburne, William Petersen und Craig Ferguson, die sich alle Geschenke aussuchten.

Tom Smothers verstaute seinen Emmy sogar in einer Goody-Bag von LeSportsac, um seine Hände fürs "Shoppen" frei zu haben.

Auch Alec Baldwin ließ sich in der Lounge blicken, allerdings unbeabsichtigt. „Ich wollte doch zum Green Room“, sagte er zu einem seiner Begleiter. „Oder gibt es hier auch Kaffee?“ Selbstverständlich gab es den, zur Verfügung gestellt von Nespresso.

Talkshow-Queen Oprah Winfrey war übrigens nur wenige Minuten, nachdem sie die Show eröffnet hatte, wieder verschwunden. Sie schlüpfte in ihre Freizeitkleidung, setzte sich eine überdimensional große Sonnenbrille auf und flitzte zu ihrem Auto. „Danke, danke“, wiederholte sie, als sie sich ihren Weg durch den Flur bahnte.

Uns wurde erzählt, dass sie sagte, sie wolle die Show von zu Hause aus genießen.

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