Michael Emerson, Lost

ABC

Niemand spielt einen Bösewicht so gut wie Michael Emerson.

Er hat nicht nur die ganze Insel im Lost-Finale verschoben (wir versuchen das immer noch einzuordnen), seine Figur Benjamin Linus ist auch einer der fesselndsten Bösewichte im Fernsehen - und vielleicht ist er ja auch gar keiner.

Michael ist bei den Emmys am Sonntag als Bester Nebendarsteller nominiert. Herausragend war seine Darstellung in der Folge "Konturen der Zukunft" (OT: "The Shape of Things to Come"), in der er er eine herzzerbrechende, faszinierende Wandlung vom selbstgerechten Super-Bösewicht zum verzweifelten, von Schuldgefühlen zerfressenen Vater durchmacht.

Emerson war so nett und stellte sich für ein Telefoninterview mit uns zu Verfügung, um ein wenig über die bevorstehende Emmy-Verleihung zu plaudern.

In der Emmy-Kategorie, in der Sie nominiert wurden, sind Sie in der Gesellschaft von ein paar renommierten Charakter-Darstellern. Haben Sie mit einem der anderen Nominierten schon mal zusammengearbeitet? Kennen Sie jemanden? Klar, ich kenne Zeljko Ivanek (Damages) aus New York. Ich bin stolz darauf, dass so viele New Yorker in dieser Kategorie nominiert sind - das sind Leute, die auf der Theaterbühne standen.

Die Serie ist auch zum ersten Mal wieder seit der ersten Staffel in der Kategorie "Bestes Drama" nominiert. Wie schlägt sich das auf die Stimmung am Set nieder? Werden alle zu den Emmys erscheinen?
Ich denke, dass die ganze Besetzung kommt. Wir werden eine ganz schön große Gruppe sein. Ich weiß nicht, ob wir alle zusammen sitzen können, aber viele von uns werden da sein.

Sie könnten doch die anderen Besetzungen einfach vertreiben und sich deren Sitzplätze schnappen. Was ist der Vorteil einer 12-köpfigen Besetzung, wenn nicht die Möglichkeit, sich gegen die anderen Serien zusammenzurotten?
(Lacht.)

Wie fühlen Sie sich denn in Bezug auf die Nominierung und die Zeremonie im Gesamten?
Das ist gar nicht so einfach. Ich versuche, nicht öfter daran zu denken, als ich muss, um ehrlich zu sein. Ich finde immer noch, dass die Nominierung an sich die wichtigste Anerkennung ist, und es ist toll, wenn diese in einer Kategorie erfolgt, die - wie Sie auch schon sagten - mit begabten und gewandten Charakterdarstellern gefüllt ist. 

Eine letzte Frage, und bei E! ist diese nun mal unerlässlich: Was werden Sie tragen?
Ich trage den Hugo Boss-Smoking, den ich bereits beim letzten Mal trug. Die waren so nett, mir so einen schicken Anzug zu geben, deshalb werde ich ihn tragen, bis er auseinanderfällt.

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