Oh Gott, die versuchen, Kenny kalt zu machen. Und Cartman. Aber am allerschlimmsten: Mr. Hankey.

Die Moskauer Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren eingeleitet, um den South Park-Catoon aus dem russischen Fernsehen zu verbannen, weil die TV-Serie "Zeichen von Extremismus" beinhalte.

Der Cartoon läuft schon seit längerem synchronisiert auf dem russischen Sender 2x2, und die Folge "Mr. Hankey's Christmas Classics", die im Januar lief, ist nun der Stein des Anstoßes. In der Folge sieht man den Weihnachtsmann, Jesus, Satan und Adolf Hitler, die ein Weihnachtsmedley singen (Sie können sich die Folge hier ansehen).

"Diese Darbietung ist für Christen und Moslems gleichermaßen beleidigend", so eine Presseerklärung der Staatsanwaltschaft.

Die Folge lief in den USA zum ersten Mal am 1. Dezember 1999, und es gab sogar eine CD dazu. Es versteht sich wohl von selbst, dass diese CD bis jetzt noch nicht in Russland erhältlich ist.

Die Staatsanwaltschaft hatte Beschwerden von einer Gruppe russischer, fundamentaler Christen - der Russian Union of Christians of Evangelical Faith - erhalten. Die Gruppe hatte gefordert, die Ausstrahlung der Serie auf öffentlichen Sendeanstalten zu verbieten, nachdem 20 Experten die Auswirkungen der Serie auf junge Menschen bewertet hätten, und die Resultate sehr schlecht ausgefallen wären.

"South Park ist eine von vielen Cartoon-Serien, die man aus dem öffentlichen  Fernsehen verbannen muss… sie beleidigt die Gefühle von Gläubigen und facht Hass gegen religiöse Glaubensgemeinschaften und den Staat an", so der Sprecher der Gruppe, Konstantin Bendas.

"Es ist eine Sache, wenn solches Material im Kabelfernsehen läuft, und der Zuschauer dafür Geld zahlt, denn in diesem Fall ist das eine bewusste Entscheidung. Es sollte jedoch Kindern nicht gestattet sein, von der Schule nach Hause zu kommen, und sich so was anzusehen. Davor muss man sie schützen."

Nach einer Anhörung schloss sich die Staatsanwaltschaft dieser Meinung an.

2006 wurde in Russland ein Gesetz erlassen, das die Definition von Extremismus ausweitet und nun alles erfasst, was nationalen oder religiösen Hass anfachen und die nationale Würde angreifen könnte.

Der Fall geht nun vor Gericht.

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