Jessica Simpson

Tim Mosenfelder/Getty Images

Jessica Simpson kehrt zu ihren Südstaatenwurzeln zurück. Falls es Ihnen entgangen sein sollte: Das ehemalige Pop- und Reality-Show-Starlet wird in Kürze ihr erstes Country-Album auf den Markt bringen, das den Titel Do You Know trägt.

Aber erst vor knapp zwei Jahren glaubte Simpson noch, dass ihre Karriere als Sängerin zu Ende sei. Die 28-jährige sexy Texanerin erzählte uns exklusiv über diese schwierige Zeit, als wir sie zu einem Interview im Hotel Casa Del Mar in Santa Monica trafen.

Außerdem erfuhren wir, wieso sie wahrscheinlich in nächster Zeit keine Filme mehr machen wird und wieso die Texte ihrer Songs uns nicht dazu veranlassen sollen, an Tony, John oder Nick zu denken...

Während des Kennedy Center Honors-Tribut für Dolly Parton haben Sie beim Song "9 to 5" [der von Parton geschrieben wurde] gepatzt, trotzdem hat Dolly nicht nur den Titelsong ihres Albums geschrieben, sie singt auch darauf. Haben Sie sich je vorstellen können, dass, nach dem Desaster im Kennedy Center, so eine Freundschaft mit Dolly entstehen könnte?
Na ja, damals dachte ich wirklich, meine Karriere wäre vorbei. Zu der Zeit hatte ich wenig Selbstbewusstsein und wusste nicht mehr, wer ich war. Durch Dollys Hilfe kam ich wieder auf die Beine.

Sie half mir mit dem Album und schrieb mir Briefe, in denen sie mich sehr aufbaute. Sie sagte, dass sie auf nichts stolzer in ihrem Leben sei. Und ich hab das schriftlich! Ich verdanke ihr so viel, durch sie bekam ich mein Selbstbewusstsein zurück.

Während ihrer Konzerte bedanken Sie sich bei Ihren Fans dafür, dass diese Ihnen eine zweite Chance gaben. Dachten Sie, dass Ihre echten Fans sich von Ihnen abgewendet hatten?
Das nicht, aber manchmal habe ich die Angst, dass ich meinen Fans gegenüber zu verschlossen bin. Aber bei meinen Konzerten sind nicht nur Fans, da gibt es auch Skeptiker und Kritiker. Da sind unterschiedliche Leuten, die einfach nur sehen wollen, wie ich auf der Bühne bin, ob ich es bringe, und ob ich eine Frau bin, die was zu sagen hat. Wenn ich sage: “Danke, dass ihr mir eine zweite Chance gegeben habt”, drückt das für mich das Gefühl aus, dass ich ein Comeback habe, dass ich wieder festen Boden unter den Füßen habe. Ich will die Leute inspirieren und ein Vorbild sein.

Wir müssen zugeben, dass wir versucht haben, Ihre Songs zu analysieren, um herauszubekommen, in welchem Song es um wen geht. Haben Sie die Befürchtung, dass viele das tun werden, und sich denken: "Aha, hier geht's um diesen Freund, und hier um ihren Ex-Mann"?
Klar werden die Leute das tun, trotzdem hoffe ich, dass sie sich das Album erst mal ohne Vorbehalte anhören. Ich habe die Hoffnung, dass sie sich die Scheibe anhören und dabei nicht nur an mich denken und wer sonst noch mit dem Song gemeint sein könnte. Ich hoffe, dass sie zuhören und sich damit identifizieren können, das ist mir wichtig.

Sie haben einen Song mit Dolly gemacht und singen Shania Twain- und Dusty Springfield-Songs in Ihren Shows. Mit wem würden Sie denn sonst noch gerne mal zusammenarbeiten? Wie wär's denn mit einer Südstaaten-Kollegin wie Miley Cyrus?
Miley ist supersüß. Sie sieht meine Schwester als Vorbild. Sie ist echt so was von niedlich. Also, wenn wir hier von Duetten reden, dann hab ich mit Dolly Parton das beste bereits gehabt. Das war schon immer ein Traum von mir. Von daher gibt's jetzt kein Wunschduett mehr, das ich unbedingt machen muss.

Wie steht's denn ums Schauspiel—wollen Sie in dem Bereich mehr tun?
Hoffentlich ergibt sich wieder mal was. Ich sage nicht, dass ich dieses Kapitel abgeschlossen habe, doch im Moment hat die Musik absoluten Vorrang… Beim Film müsste es etwas sein, das total passt. Es müsste ein wirklich guter Regisseur sein, eine erstklassige Produktion in Verbindung mit einem tollen Studio und guter Besetzung… Doch im Moment konzentriere ich mich wirklich auf die Musik.

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