Helen Mirren

Dan MacMedan/WireImage.com

Was gibt uns das Recht über die unerschrockene, humorvolle Ehrlichkeit einer großen Dame des Films zu urteilen?

In der Befürchtung, die Leute könnten möglicherweise auf falsche Gedanken kommen, nachdem die Medien sich auf Helen Mirrens offene Worte bezüglich ihres Kokainkonsums, einer Vergewaltigung und Diebstahls von Lebensmitteln in ärmeren Zeiten stürzten, verwies uns der Sprecher der Oscar-Preisträgerin auf das folgende magische Wort:

Kontext.

“Helen Mirren bestreitet nicht die Richtigkeit ihrer Äußerungen in einem Artikel des neuen GQ-Magazins”, heißt es in einer Erklärung, die am Dienstag von Mirrens Publizist Stan Rosenfield veröffentlicht wurde.

“Sie bittet lediglich darum, dass die Leute den gesamten Artikel lesen, bevor sie falsche Schlussfolgerungen ziehen. Wenn sie das tun, sind ihre Schlussfolgerungen vermutlich weniger dramatisch und aufsehenerregend, als diejenigen, die von der Boulevardpresse gezogen werden. Sie möchte ihre Bemerkungen nicht rechtfertigen. Sie möchte nur nicht, dass diese in einer aufrührerischen Sprache präsentiert werden.”

Die Schauspielerin kann unbesorgt sein: Ihre Äußerungen sind auch so unterhaltsam genug.

Hier ein paar weitere Auszüge aus ihrem Interview in der Oktoberausgabe der britischen GQ, die das ganze selbst recht sensationslustig abdruckt. In dem Interview äußert sich Mirren größtenteils über die Schauspielerei, bzw. über Nacktheit im Film.

  • Über die Tatsache, dass sie (mehr als nur einmal) auf der Leinwand ihre Hüllen fallen ließ: „Vanessa Redgrave und Glenda Jackson waren meine Vorbilder, die sich auch ab und zu entblößten und trotzdem großartige Schauspielerinnen geblieben sind, sogar die besten unseres Landes. Und wenn sie das tun können, warum, zum Teufel, sollte ich das nicht auch tun können?“
  • Ob ihr gutes Aussehen im Bezug auf ihre Karriere von Vorteil gewesen sei: „Nein, im Gegenteil, es kann sogar sehr hinderlich sein. Denn es wird nicht erwartet, dass man als Frau mit großen Brüsten und blonden Haaren intelligent ist.“
  • Über Schönheitsoperationen: „Über Schönheitsoperationen zu sprechen ist, als ob man über Gynäkologie spricht. Das tut man nicht, weil es einfach geschmacklos ist. Abgesehen davon, warum sollte jemand, der mit seinem Aussehen unzufrieden ist, nichts dagegen tun dürfen.“
  • Über ihre Einstellung zu Drogen: „Ich hasste sie. Marihuana hat mich immer elend und paranoid und unglücklich gemacht. Bis ich eines Morgens aufgewacht bin und dachte: 'Jetzt ist Schluss damit'“.

 

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