Jude Law

George Pimentel/WireImage.com

Jude Law bemüht sich um den Frieden.

Ein Jahr, nachdem er Afghanistan zum ersten Mal besuchte, landete der britische Schauspieler diese Woche wieder in Kabul. Anlaß ist der 21. September, der siebte jährliche, internationale "Peace One Day" der der Vereinten Nationen.

Der Schauspieler ruft alle vom Krieg zerrütteten Nationen zu einem weltweiten Waffenstillstand auf,  damit eine dringend benötigte Impfstoffversorgung und Nahrungszufuhr stattfinden kann.

„Bitte respektieren Sie diesen Tag“, sagte Law, ein Botschafter für „Peace One Day“ während einer Nachrichtenkonferenz am Montag. „Die Notwendigkeit dafür ist größer als je zuvor.“

Law traf zusammen mit dem Filmproduzenten Jeremy Gilley in Kabul ein, wo er The Day After Peace, ihren gemeinsamen Dokumentationsfilm über Afghanistan, der im Waffenstillstand des vergangenen Jahres gipfelt, vorstellt, um damit für die gewaltlose Aktion zu werben.

Law betonte, dass er mit dieser Aktion nicht ein Ende der Auseinandersetzungen erwarte, sondern, wie das bereits im Vorjahr der Fall war, eine „Kampfpause“.

„Und wenn diese Pause uns erlaubt, Kinder mit Schutzimpfungen zu versorgen und die Nahrungsvorräte aufzustocken, dann müssen wir das tun.“

„Wir wollen sämtliche Parteien daran erinnern, dass dieser Tag stattfindet, und dann abwarten, was sich durch die Verhandlungen ergibt.“

Berichten der „Peace One Day“-Organisation zufolge, resultierte der letzte Friedenstag darin, dass ca. 1.4 Millionen Kinder Schutzimpfungen erhielten und ein Massenimpfprogramm gegen Kinderlähmung in Afghanistan eingeführt wurde, das auch Kindern zugute kam, die ansonsten nicht versorgt worden wären, weil sie in den von den Taliban besetzten Regionen leben.

Law und Gilley stellten im vergangenen Mai während der Filmfestspiele in Cannes The Day After Peace vor, einen Dokumentationsfilm über das Krisengebiet, dessen Höhepunkt der vorjährige Friedenstag war, und in dem unter anderen Angelina Jolie, Jonny Lee Miller, Annie Lennox, der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan und der Dalai Lama zu sehen sind.

Der diesjährige Friedenstag, der als Tag des „weltweiten Waffenstillstands und der Gewaltlosigkeit“ fungieren soll, wird in aller Welt mit Wettkämpfen, Konzerten und Vorführungen des Dokumentarfilms gefeiert werden.

Die Vereinten Nationen erklärten 2001 den 21. September zum Friedenstag, nachdem sich Gilley mit einer Kampagne dafür eingesetzt hatte.

„Alles beginnt Atemzug für Atemzug, Wort für Wort, Tag für Tag“, teilte Law BBC's Newsnight mit. „Die Menschen Afghanistans sind die eigentlichen Helden und Stars des Films. Wenn der Tag hier anerkannt und begrüßt wird, kann das auch in anderen Ländern etwas bewirken.“

Law und Gilley, die am Sonntag in Kabul eintrafen, haben vor, sich während ihres Besuchs sowohl mit Führungskräften der NATO und UNO als auch mit dem Staatspräsidenten Hamid Karzai treffen.

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