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Valkyrie

Frank Connor/United Artists, Inc

Der Vorsitzende der Studio Babelsberg AG, die Walküre gemeinsam mit Cruises United Artists produziert, sagte am Donnerstag, dass man den zwölf Komparsen, die bei einem Unfall während des Drehs verletzt wurden, eine außergerichtliche Einigung angeboten hätte.

Eine Ladeklappe eines alten Militärfahrzeuges, auf dem die Männer saßen, war bei voller Fahrt aufgegangen, und die Komparsen zogen sich Knochenbrüche, Bänderverletzungen, Schnittwunden und blaue Flecke zu.

Über eine anwaltliche Vertretung hatten die Verletzten einen Brief an Tom Cruises United Artists geschickt, indem sie eine Entschädigung von $11 Millionen forderten und mit einer Klage drohten.

Die Komparsen waren von Studio Babelsbergs Schwestergesellschaft Achte Babelsberg Film GmbH engagiert worden.

Laut dem Vorsitzenden des Studio Babelbergs Charles Woebcken hätten Ermittlung des Vorfalls zu Tage gebracht, dass der Mann, der das Fahrzeug bediente, einen Sperrmechanismus nicht richtig bedient hätte, das Fahrzeug aber ansonsten in einwandfreiem Zustand gewesen wäre. Nach Abschluß der Ermittlungen hätte die juristische Abteilung umgehend versucht, mit den Verletzten eine Einigung zu erzielen, so Woebcken.

"Bitte teilen Sie uns mit, welche Verletzungen Ihre Mandanten genau erlitten haben, und fügen Sie bitte die erforderlichen Bescheinigungen von den Ärzten bei. Wir werden Ihnen dann eine entsprechende Entschädigungssumme unterbreiten”, stand im Schreiben des Studios an die Anwältin, laut der Associated Press.

"Wir haben eine Einigung vorgeschlagen", so Woebcken zu AP, "aber wir erhielten keine Antwort."

"In Amerika kommen solche Dinge vor", sagte er und bezeichnete die  $11 Millionen-Forderung an United Artists eine Methode, Publicity auf den Fall zu ziehen. "In Deutschland liegt die Lage andes. Selbst wenn Sie einen Arm verlieren, bekommen Sie dafür keine Million. Und hier geht es um eine gebrochene Rippe."

Ein Sprecher von Cruise sagte gestern lediglich, dass das Studio keinen Kommentar zu laufenden oder "angedrohten" juristischen Verhandlungen abgeben würde.

Wenn der Film denn erst mal ins Kino kommt, werden wir herausfinden, ob er all den Ärger wirklich wert war.