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Tom Cruise, Valkyrie

Phil Bray/MGM

Ein weiterer Tag, eine weitere Runde schlechter Presse für Tom Cruises Walküre Film.

Zwölf Komparsen, die letzten Sommer an dem Film gearbeitet hatten, haben nun eine Forderung auf Schadensersatz in Höhe von $11 Millionen (€ 7.4 Millionen) gegen Cruise und seine Produktionsfirma United Artists (UA) eingereicht für Verletzungen, die sie sich während dem Dreh einer Szene zugezogen hatten.

Die Darsteller erlitten bei dem Vorfall am 19. August 2007 mehrere Knochenbrüche, Schnittwunden und blaue Flecken. Eine Seitenklappe des Pritschenwagens, auf dem die Komparsen saßen, sprang auf, als der Wagen um eine Ecke fuhr.

Cruise war an diesem Tag nicht am Set.

Elf Komparsen mussten daraufhin zu einem nahe gelegenen Krankenhaus gebracht und dort wegen gebrochenen Rippen und Bänder-Verletzungen behandelt werden. Sie wurden noch am selben Tag wieder entlassen. Nicht so viel Glück hatte der zwölfte Statis, der für vier Tage im Krankenhaus verblieb aufgrund eines Verdachts auf innere Verletzungen.

Die Anwältin der Darsteller, Ariane Bluttner, erklärte Spiegel Online, dass UA fahrlässig gehandelt hätte, weil ihnen bekannt gewesen sei, dass die Fahrzeuge sich nicht in einwandfreiem Zustand befanden.

"Das Studio wusste, dass die Fahrzeuge nicht sicher waren. Es gab sogar ein internes Memo dazu."

Bluttner sagt, dass sie Cruise & Co. ein Schreiben zu der drohenden Klage geschickt habe.

"Wir haben ein neues Schreiben an Tom Cruise, Paula Wagner und United Artists versandt, in dem wir den Sachverhalt dargelegten und einen Schadensersatz für unsere Mandanten benannten, der sich auf $11 Millionen beläuft", teilte sie Reuters mit.

Cruise und Wagner führten United Artists gemeinsam unter der Aufsicht von MGM. Wagner gab vor einigen Wochen ihr Ausscheiden von der Firma bekannt.

United Artists wiederum behauptet, dass die Verantwortlichkeit bei dem deutschen Studio läge, dass die Komparsen angeheuerte.

"United Artists hat in der Tat ein Schreiben erhalten, die Komparsen waren jedoch nicht von United Artists eingestellt, sondern von einer Firma, die vom deutschen Produzenten des Filmes, Studio Babelsberg, damit beauftragt wurde", sagte ein Sprecher in einer Erklärung am Dienstag.

"Die Angelegenheit muss von ihren Anwälten und Versicherungen unter deutscher Gesetzgebung geregelt werden. United Artists unterstützt eine außergerichtliche Einigung, aber wir sind in keinster Weise zu Verhandlungen in dieser Sache befugt. Studio Babelsberg war während der ganzen Produktion des Films ein ausgezeichneter Partner, und wir sind uns sicher, dass sie alles tun werden, um diese Angelegenheit zu regeln."

Bluttner sagte, dass, sollte den finanziellen Forderungen ihrer Mandanten nicht nachgekommen werden, sie eine Klage bei einem US-Gericht einreichen würde, wo ihre Mandanten eine höhere Schadensersatzsumme zu erwarten hätten.

Walküre soll am 5. Februar 2009 in die deutschen Kinos kommen.