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John Galliano Stripped of Top French Medal

AP Photo/Thibault Camus

Das Urteil für John Galliano ist gefallen.

Der berühmte britische Modedesigner und ehemalige Chefdesigner von Christian Dior wurde am Donnerstag vor einem Gericht in Paris „der öffentlichen Beleidigung" basierend auf Herkunft, Glaubensrichtung, Rasse und Ethnizität schuldig gesprochen.

Die Urteilsverkündung fand kurz vor Beginn der New Yorker Fashion Week und drei Monate nach seinem Prozess im Juni statt. Galliano behauptete damals, er könne sich aufgrund seiner Abhängigkeit von Valium und Alkohol nicht an den skandalösen Vorfall, bei dem er ein Pärchen in einem Pariser Café mit antisemitischen Bemerkungen beschimpfte, nicht erinnern.

Und wie lautete das Strafmaß?

Der dreiste Designer wurde für seine Schimpftirade zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro „auf Bewährung" verurteilt, was bedeutet, dass er diese nur zahlen muss, wenn er erneut straffällig wird.

Galliano soll nach Angaben eines französischen Paares dieses im Februar während eines Besuchs in seiner Stammkneipe La Perle im Pariser Szeneviertel Marais beleidigt und aufgrund ihrer jüdischen Herkunft rassistisch beschimpft und sich lustig über ihr äußerliches Erscheinungsbild gemacht haben.

Eine weitere Frau behauptete, der Designer habe sich ihr gegenüber in derselben Bar im Vorjahr genauso verhalten. Darüber hinaus gelangte auch noch eine Videoaufzeichnung an die Öffentlichkeit, in der Galliano sagt, er liebe Hitler, die dem Gremium, bestehend aus drei Richtern, im Gerichtssaal vorgeführt wurde.

Galliano wurde umgehend als Kreativdirektor von Dior gefeuert und öffentlich von Natalie Portman, dem Aushängeschild des Mode-Labels, angeprangert. Er behauptete, zum Zeitpunkt des Vorfalls unter Stress gestanden und Panikattacken gehabt zu haben, die er mit einem Alkohol- und Tabletten-Cocktail bekämpfte.

Während des Prozesses entschuldigte er sich für den Vorfall und sein Verhalten und sagte, dass ihm die "Betrübnis", die der Skandal verursacht habe, sehr leid tue.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Geldstrafe von mindestens 10.000 Euro gefordert. Außerdem  hätte er zu einer Haftstrafe von bis zu sechs Monaten verurteilt werden können. Offensichtlich kam er aber glimpflich davon.

FOTOS: Fashion Week New York - Frühling 2011