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Avril Lavigne

Kevin Mazur/WireImage.com

UPDATE:

Folgt man der Logik von malaysischen Regierungsbeamten, dann hat Avril Lavigne mehr Sexappeal als Gwen Stefani und die Pussycat Dolls und ist mindestens genauso unsittlich wie Beyonce.

Das Kultusministerium des vornehmlich moslemischen Landes ließ heute aufgrund zunehmender Proteste und Behauptungen, sie sei einfach "zu sexy", den Auftritt der Sängerin verbieten.

Ein Beamter des Ministeriums betonte allerdings, dass das Timing des bevorstehenden Gigs, der am 29. August, nur zwei Tage vor dem nationalen Unabhängigkeitstag stattfinden sollte, der eigentliche Grund für die Absage sei:

„Der Zeitpunkt ist unpassend", teilte Shukran Ibrahim der Presse mit. „Es ist nicht im Sinne unseres Nationalfeiertags. Wenn wir das Konzert erlauben, geht das gegen das, worauf wir uns vorbereiten."

Ein weiterer ungenannter Beamter erzählte Reuters, dass das Konzert lediglich verschoben und nicht gänzlich abgesagt wurde:

„Wir haben das Konzert nicht abgelehnt", so der Beamte. „Wir baten sie lediglich darum, ein anderes Datum zu finden, da das Originaldatum zu Nahe am Unabhängigkeitstag lag. Das ist der einzige Grund."

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Avril Lavigne stößt in Malaysia auf Widerstand.

Eine islamische Oppositionspartei des südostasiatischen Landes fordert die Regierung dazu, auf ein bevorstehendes Konzert der "Sk8er Boi"-Sängerin zu verhindern, weil ihre Bühnenshow für einheimische Geschmäcker zu sexy sei.

Mitglieder der Jugendabteilung der Pan-malaysischen islamischen Partei argumentieren, dass Lavignes Konzert in Kuala Lumpur am 29. August ein schlechtes Beispiel für die Bevölkerung setze, vor allen Dingen, weil es nur zwei Tage vor dem nationalen Unabhängigkeitstag am 31. August stattfinde.  

“Wir finden ihren Auftritt zu sexy und nicht richtig für die malaysischen Zuschauer”, zitierte die Associated Press den Parteifunktionär Kamarulzaman Mohamed. „Wir möchten nicht, dass unsere Bevölkerung und vor allem unsere Teenager von ihrem Auftritt beeinflusst werden. Wir begrüßen nur tadellose Künstler, Künstler, die gute Vorbilder sind.“

Kamarulzaman schickte vergangene Woche Protestbriefe an das malaysische Kultusministerium und an Kuala Lumpurs Bürgermeister, in denen er sie dazu aufforderte den Gig abzusagen.

Ob das Ministerium den Antrag beherzigen wird, ist noch nicht bekannt.

Mit einer vornehmlich konservativen Bevölkerung und dem Islam als offizielle Staatsreligion hat Malaysia strikte Gesetze, wenn es um die Bewahrung traditioneller Werte geht. Künstlern ist es verboten, sich auf der Bühne „obszön“ zu verhalten - das beinhaltet Springen, Schreien, sich Umarmen und Küssen, sowie jegliche Anspielung auf Drogen.

Zudem dürfen Künstler nichts Freizügiges tragen und müssen sich in Übereinstimmung mit moslemischen Erlassen von der Brust bis zu den Knien bedecken.

Eine Vielzahl westlicher Interpreten hatte bereits mit Konzerten in Malaysia Schwierigkeiten. So sagte Beyoncé beispielsweise einen Auftritt in dem Land ab und gab stattdessen ein Konzert in Indonesien, um die strengen Auflagen zu umgehen.

Christina Aguilera verzichtete während ihrer Welt-Tournee im vergangenen Jahr ebenfalls auf einen Auftritt in dem moslemischen Land, und Gwen Stefani ließ ihren Nabelring und ihr freizügiges Outfit weg, um die Machthabenden zu besänftigen.