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Madonna

Fame Pictures

Madonnas Wohltätigkeitsorganisation "Raising Malawi" steht in der Kritik.

Die Pop-Ikone gründete die Organisation, nachdem sie ihren Sohn David aus dem südostafrikanischen Land adoptiert hatte. Ihr Ziel war es, damit vor Ort eine Mädchenschule zu bauen.

Doch diese Pläne mussten jetzt aufgrund von Vorwürfen der Veruntreuung von Geldern vorerst auf Eis gelegt werden. $3.8 Million waren bereits in die Planung für die Schule geflossen, ohne dass dafür irgendwas vorgezeigt werden kann.

Philippe van den Bossche legte im Oktober sein Amt als Vorsitzender der Organisation nieder, als herauskam, dass er Gelder der Stiftung für persönliche Vorzüge wie ein Auto mit persönlichem Chauffeur und Mitgliedschaften in Golfclubs veruntreute. Er und weitere Vorstandsmitglieder wurden der New York Times zufolge jetzt von einem vorläufigen Ausschuss, dem auch Madonna angehört, ersetzt.

Die Stiftung hat in den letzten Jahren Berichten zufolge insgesamt $18 Millionen gesammelt, wovon die Sängerin $11 Millionen aus eigener Tasche spendete. Und sie will sich nicht so leicht geschlagen geben:

"In Malawi herrscht eine echte Bildungskrise", sagte Madonna am Donnerstag in einem Statement. "67 Prozent der Mädchen besuchen keine höhere Schule, was einfach nicht akzeptabel ist. Unser Team wird hart daran arbeiten, dies zu ändern."

"Während ich stolz auf [andere] Leistungen bin, bin ich frustriert, dass unsere Arbeit im Hinblick auf die Schule nicht schneller vorangeht", fügte sie hinzu.

Wenige Monate nach der Adoption ihrer zweiten Tochter Mercy kehrte Madonna 2009 nach Malawi zurück, für eine, wie sich herausstellen sollte, lediglich symbolische Grundsteinlegung der zukünftigen Schule in Lilongwe.

Raising-Malawi-Funktionären zufolge soll das verbleibende Geld nun auf andere Weise eingesetzt werden, um die Bildung der Kinder in diesem Land zu verbessern.

FOTOS: Prominente Wohltäter