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Natalie Portman, Black Swan

Fox Searchlight

Die Vorwürfe wollen einfach kein Ende nehmen!

Seit die bezaubernde Natalie Portman für ihre Rolle als Nina Sayers in Black Swan vor kurzem mit einem Oscar in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin" ausgezeichnet wurde, hatte sie es nicht leicht.

Sie musste sich heftiger Kritik unterziehen: Frauenvereinigungen mokierten sich, weil sie während ihrer Dankesrede ihre Mutterschaft als "wichtigste Rolle in meinem Leben" bezeichnete. Und nicht nur der erzkonservative Republikaner Mike Huckabee beschwerte sich, dass Natalie eine uneheliche Schwangerschaft "verherrliche".

Und was hat es mit der aktuellsten Kontroverse auf sich?

Natalie bedankte sich in ihrer Oscar-Rede bei ihrer Trainerin, einer ehemaligen Tänzerin des New York City Ballet, Mary Helen Bowers, ihrem Verlobten und Co-Star Benjamin Millepied sowie einer Handvoll anderer Personen, die zu ihrem Gewinn beigetragen hatten.

Jemanden, den Portman vergaß zu erwähnen? Ihr Tanz-Double Sarah Lane, deren Name erst nach dem Oscar-Gewinn auftauchte.

In einem Interview mit dem Dance Magazine behauptete Lane, dass sie von einem Fox- Searchlight-Produzenten dazu aufgefordert worden war, bis nach den Oscars keine Interviews mehr zu geben.

"Sie versuchten diese Fassade zu kreieren, dass sie in nur anderthalb Jahren zu einer Ballerina wurde. Da war mir klar, dass sie nichts von mir veröffentlichen wollten."

Die Art und Weise wie Portmans Körper mit der Profitänzerin Lane verschmolzen wurde, wird in der DVD-Version von Black Swan, die nächste Woche in den USA herauskommt, sogar ausführlich dokumentiert.

Ein weiterer Fauxpas: Lanes Name erscheint im Abspann als Statistin und nicht als Tanz-Double.

Doch weshalb die Notwendigkeit einer Fassade? Wenn Natalie tatsächlich so hart für diese Rolle gearbeitet hat (was alle bestätigen), ist es dann wirklich nötig, uns glauben zu lassen, dass sie etwas in einem Jahr meisterte, was die meisten Ballerinas nicht einmal nach zehn Jahren meistern können? Sie hat sich vollkommen verwandelt, inklusive gebrochener Rippen und was sonst noch dazugehört.

Es war genau dieser Aspekt, der für Sarah besonders enttäuschend war. Sie betonte, sie fände es bedauerlich, dass "professionelle Tänzerinnen so hart arbeiten, aber die Leute tatsächlich glauben, dass das alles leicht genug sei, dass man es in einem Jahr erlernen kann". Das habe sie am meisten gestört.

Nicht so schnell sagt Natalies Verlobter.

In einem Interview mit der Los Angeles Times verteidigte Millepied seine zukünftige Braut:

„Es gibt Artikel, in denen behauptet wird, ihr Tanz-Double [die Profi-Tänzerin Sarah Lane] habe einen Großteil der Arbeit gemacht, aber wirklich, sie [Lane] hat nur die Fußarbeiten und die Pirouetten und eine Diagonale im Studio gemacht. Ehrlich gesagt, 85 Prozent des Filmes zeigt Natalie",

Er erklärte, der eigentliche Grund, weshalb Natalie die gesamte Tanznummer innerhalb von nur einem Jahr beinahe selbst absolvieren konnte, sei der gewesen, dass "die Dinge fließend und nicht zu kompliziert gehalten wurden (und Computeranimationen haben auch ein bisschen geholfen).

Also, wem glaubt ihr?

VIDEO: Die schwangere Natlie bei den Oscars