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Nate Dogg

Todd Williamson/FilmMagic

Jeder Rap-Fan und all diejenigen, die in den 90er Jahren aufgewachsen sind, kennen Nate Dogg.

Der Hip-Hop-Star, der am Dienstag von Komplikationen nach mehreren Schlaganfällen verstarb, war so viel mehr, als die Summe seiner Hits.

Von seiner überraschenden Vergangenheit über seine Kollaborationen bis zu seinen gesundheitlichen Problemen, hier fünf Fakten, die es zu wissen gilt:

 

1. Alles, was er anfasste, wurde zu Gold Platin: Das ist eine unbestreitbare Tatsache: Nate Dogg hatte ein echtes Händchen für Hits. Er wurde aber oft von seinen berühmten Kollaborateuren überschattet, wenngleich er auch viermal für einen Grammy nominiert war. Er war zwar auch als Solo-Künstler erfolgreich, war jedoch am bekanntesten für die Zusammenarbeit mit den Größen des Westküsten-Rap: von seiner Arbeit an Dr. DreThe Chronic über die ikonische G-Funk-Nummer aus dem Jahr 1995 "Regulate" mit Warren G, über Tupacs "All Eyez On Me", Dr. Dres und Snoop Doggs "The Next Episode", Ludacris' "Area Codes" bis zu Eminems "Shake That", Nate war der Rapper schlechthin, mit dem alle Großen arbeiten wollten.

2. Er diente beim Militär: Als er gerade mal 16 Jahre alt war, verließ Nate, der mit bürgerlichem Namen Nathaniel Hale hieß, die Long Beach Polytechnic High School und schrieb sich beim United States Marine Corps ein. Er diente drei Jahre, bevor er nach Long Beach zurückkehrte, wo er mit Snoop und Warren G das Rap-Trio 213 gründete (nach der Telefonvorwahl für Long Beach benannt). Schon bald darauf wurde Dr. Dre auf sie aufmerksam (dass er Warren Gs Stiefbruder ist, hat sicher auch geholfen) und der Rest ist Geschichte.

3. Er hatte gesundheitliche Probleme: Seine Familie bestätigte zwar in der Lokalzeitung, dass Nate Dogg verstorben war, aber es wurde keine Todesursache bekanntgegeben. Am Mittwochmorgen erklärte sein langjähriger Anwalt Mark Geragos, dass der Rapper am Dienstag an Komplikationen von mehreren Schlaganfällen verstarb. 2007 und 2008 hatte er bereits Schlaganfälle erlitten. Der Erste sorgte für teilweise Lähmungserscheinungen und Gedächtnisverlust (kognitiv konnte er sich wieder erholen), nach dem Zweiten musste er zeitweise an ein Lebenserhaltungssystem angeschlossen und künstlich ernährt werden.

Am vergangenen Wochenende hatte Warren G. noch ein Update über seinen Kumpel auf Twitter veröffentlicht. Er teilte Fans mit, dass Nate sich in Therapie befinde und er dankte den Fans für ihre Unterstützung.

4. Er hatte Probleme mit dem Gesetz: 2006 beschuldigte ihn eine seiner Ex-Freundinnen der Körperverletzung. Sie warf ihm vor, in das Haus eingebrochen zu sein, das sie mit ihrem neuen Partner bewohnte. Laut des Polizeiberichts habe er, als er im Haus war, dem Mann ins Gesicht geschlagen und sei dann wieder gegangen. 2008 bekannte sich Nate des unerlaubten Betretens eines Privatgeländes und der Körperverletzung schuldig und wurde zu drei Jahren Bewährung verurteilt.

2009 wurde er wegen Verdachts auf Stalking verhaftet, nachdem seine damalige Freundin behauptete, er habe ihr gedroht und sie über den Freeway verfolgt. Der Rapper bekannte sich nicht schuldig und die Klage wurde am Ende fallengelassen.

5. Er wird bereits sehr vermisst: Kurz, nachdem sein Tod bekanntwurde, veröffentlichten seine Freunde, Fans und Kollaborateure Nachrichten auf Twitter. Unter den Prominenten war Snoop der Erste, der sich äußerte: "Wir haben eine wahre Hip-Hop- und R'n'B-Legende verloren. Einer meiner besten Freunde seit 1986, als wir uns auf der Polytechnic High School kennenlernten…Ich lieb dich, Alter… RIP NATE DOGG."

Auch Ludacris, Erykah BaduThe GameXzibit und viele andere brachten ihre Trauer zum Ausdruck, während Warren G und Eminem am Mittwochmorgen Presseerklärungen veröffentlichten. Nates Bruder Samuel kam sogar am frühen Morgen zum Radiosender KDAY FM. Er wollte sich zwar nicht zu den Einzelheiten seines Todes äußern, sagte jedoch, dass er sich nach dem unerwarteten Tod "wie benommen" vorkomme. RIP, Nate Dogg.

VIDEO: Nate mit Snoop und Warren G bei den Source Awards 1999