TWO AND A HALF MEN, Charlie Sheen

Greg Gayne/Warner Bros

Nur wenige Stunden, nachdem Charlie Sheen ­den­ Laufpass bekam, erreichte Two and a Half Men zum ersten Mal in diesem Jahr nicht die höchsten Einschaltquoten.

Trotzdem ist das Ende noch lange nicht absehbar.

Hier die Gründe, weshalb die Erfolgsserie auch nach Sheen "gewinnen" wird:

1. Roseanne hat recht: "Deinen Job kann jeder übernehmen", teilte die Komikerin Sheen auf einem Blog-Posting am Montag mit. Genau. Erinnert ihr euch noch an Chaos City? In dieser Sitcom drehte sich alles um Michael J. Fox. Der Kerl war unersetzlich, bis er aus gesundheitlichen Gründen ersetzt werden musste. Seine Rolle übernahm niemand anderer als Sheen. Am Ende lief die Serie noch zwei weitere Staffeln. Wenn jemand, inklusive Sheen, Fox' Rolle übernehmen konnte, dann kann umgekehrt auch jemand, inklusive Rob Lowe und/oder John Stamos, Sheens Rolle übernehmen.

2. Es geht um die Serie, nicht um Sheen: Die Serie Valerie aus den 80er-Jahren lief länger ohne ihren gleichnamigen Star Valerie Harper als mit ihr. (Jason-Bateman-Fans kennen die Serie besser unter dem Titel Der Hogan-Clan.) Die 70er-Jahre-Sitcom Laverne & Shirley wurde auch ohne Shirley als Laverne & Shirley fortgesetzt. Was wir damit sagen wollen ist, dass Schauspieler kommen und gehen, aber eine Serie, die beliebt ist, bleibt. Pech gehabt Charlie!

3. Für den Harper-Clan ist es ein langer Weg nach unten: Warner Bros. könnte Sheen mit einer Zimmerpflanze ersetzen, und trotzdem würde es noch Wochen, wenn nicht sogar ein paar Staffeln dauern, bis die beliebteste TV-Comedy des US-Fernsehens ihr gesamtes Publikum verliert. Und wer weiß, vielleicht würde die Zimmerpflanze den Zuschauern ja ans Herz wachsen?

4. Duckie-Fans werden hinter ihrer Ente stehen: Sheen ist wirklich zu weit gegangen, als er Jon Cryer am Dienstag als "Überläufer" und als einen der "Trolls" bezeichnete.

5. Two and a Half Men wird überleben, weil Sheen es so geplant hat…?! Wie TMZ berichtet, hat Sheen eine Klausel in seinem Vetrag, die ihm eine Gage garantiert, solange die Serie ausgestrahlt wird, gleichgültig, ob er dabei ist oder nicht. Warner Bros. andererseits argumentiert, dass die Klausel durch Sheens Verhalten ungültig wurde. Zweifelsohne werden die Anwälte beider Seiten diese Schlacht vor Gericht austragen.

Ist es in Anbetracht dessen so abwegig, dass ein rastloser Sheen (a) alles getan hat, um gefeuert zu werden (b) alles tut, um jegliche Rest-Sympathie für ihn an seine Ex-Serie weiter zu leiten, um damit der Komödie - und sich selbst - eine lange profitable Laufzeit zu bescheren?

Ehrlich gesagt erscheint uns dieses Szenario ein bisschen zu ausgeplant für das Superhirn, aber die ersten vier Gründe sind doch recht plausibel... Deshalb möchten wir wetten: Two and a Half Men wird nicht abgesetzt.

 

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