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Natalie Portman, John Galliano

Dimitrios Kambouris/WireImage

Ein Oscar für "Beste Darstellerin" geht wohl Hand in Hand mit schlechten News, man denke nur an Sandra Bullock und Halle Berry. So auch bei Natalie Portman.

Traditionsgemäß steht auch bei ihr ein Mann im Mittelpunkt, jedoch glücklicherweise nicht der Vater ihres Kindes, Benjamin Millipied.

Vielmehr macht der Christian-Dior-Designer John Galliano Schlagzeilen. Vielmehr, der ehemalige Christian-Dior-Designer, denn er wurde am Dienstagmorgen gefeuert.

Hier eine Zusammenfassung, wie es dazu kam: Der britische Designer wurde letzte Woche von Dior suspendiert. Ihm wurde vorgeworfen, eine anti-semitische Tirade gegen ein französisches Paar in einer Bar in Paris losgelassen zu haben. Unter anderem soll er zu der Frau gesagt haben: "Du schmutzige Juden-Visage... Du solltest tot sein" und zu dem Mann: "Verdammter asiatischer Bastard, ich mach dich kalt."

Dior gab daraufhin in Windeseile eine Presseerklärung heraus, dass sie "Rassismus und Antisemitismus nicht tolerieren" und dass Galliano nicht wieder zur Arbeit zurückkehren würde (wenn überhaupt), bis die Ermittlungen der Polizei bezüglich des Vorfalls abgeschlossen seien.

Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, tauchte am vergangenen Wochenende auch noch ein Video mit Galliano auf, in dem er sagte: "Ich liebe Hitler!" und einer Frau gegenüber machte er die Bemerkung, dass ihre Familie "vergast worden wäre".

Und was genau hat Natalie Portman damit zu tun?

Sie ist das neue Aushängeschild von Dior und somit auch für Galliano. Sie bewirbt den Duft Miss Dior Cherie.

Portman hat zwar einen Vertrag mit Dior, aber zu den Oscars trug sie ein Kleid von Rodarte, was sie auch nicht wirklich erklären konnte (Nicole Kidman trug jedoch eine Kreation von Galliano). Portman gab eine Presseerklärung ab, nachdem das besagte Video auftauchte, in der sie sich nicht zurückhielt:

"Ich bin zutiefst schockiert und angeekelt von dem Video mit John Gallianos Kommentaren. Aufgrund dessen und aufgrund der Tatsache, dass ich selber eine stolze Jüdin bin, will ich mit Mr. Galliano in keiner Weise in Verbindung gebracht werden. Ich hoffe, dass diese schrecklichen Kommentare uns daran erinnern, dass wir gegen solche Vorurteile, die sich gegen alles richten, was gut und schön ist, vehement ankämpfen müssen."

Es ist nicht bekannt, ob dieser Vorfall einen Einfluss auf Portmans Vertrag mit Dior hat, aber sie hat sich in der Erklärung nicht von dem Modehaus distanziert, lediglich von dem Designer. Dior brach am Dienstagmorgen alle Verbindungen zu dem Designer ab.

"Ich verurteile die Bemerkungen von John Galliano, die in vollem Widerspruch zu dem stehen, wofür das Haus Christian Dior steht", sagte der Präsident und Vorstand Sidney Toledano in einer kurzen Presseerklärung.

"Aufgrund von John Gallianos besonders abcheulichem Verhalten und seiner Worte in einem Video, das am Montag veröffentlich wurde, hat sich das Haus Christian Dior dazu entschlossen, ihn mit sofortiger Wirkung zu kündigen."

Galliano, der der Chefdesigner für Dior war und auch eine eigene Kollektion hat, die durch das Modehaus vertrieben wird, arbeitete seit 1996 für das Label. Eine Galliano-Modenschau am kommenden Freitag in Paris soll wie geplant stattfinden, aber jetzt zweifelsohne mit weit weniger Prominenten in der ersten Reihe.

FOTOS: Oscars 2011: Fashion Police