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John Mayer

Michael Owen Baker/Los Angeles Daily News/ZUMA Press

Genug ist genug, meint der Stadtrat von Los Angeles und bezieht sich dabei auf die scheinbar stetig wachsende Horde von Paparazzi und deren oftmals aggressive Methoden. Britney Spears’ Zusammenbruch im Januar, als sie ins Krankenhaus transportiert wurde und der Rettungswagen von den Schnappschussjägern erbarmungslos gejagt wurde, war der Auslöser für viele, die jetzt fordern, die Stadt möge die Fotografen regulieren.

Dabei geht es vornehmlich um die Sicherheit der Prominenten und ihrer Gefolgschaft, aber auch darum, dass der Polizeischutz der Stadt zusätzliche Kosten verursacht.

Am Donnerstagmorgen fand dazu im Rathaus eine Anhörung statt, zu der u.a.  John Mayer eingeladen war, der sich für eine entsprechende gesetzliche Verfügung aussprach.

 Er hatte u.a. Folgendes zu sagen:

“Ich sitze heute nicht hier, um Sie darum zu bitten, die Paparazzi zu verbieten. Ich fordere Sie lediglich dazu auf, ihre Tätigkeit zu regulieren, ihr einen offiziellen Status zu verpassen, sie steuerpflichtig zu machen und zu legitimieren.”

“Ich bitte die Stadt Los Angeles auch nicht darum, Verhältnisse aus dem Jahre 1987 zu schaffen”, so Mayer laut einer Kopie seiner Zeugenaussage, die auf seiner Website veröffentlicht wurde. “Ich habe gern den Status eines berühmten Musikers im Jahr 2008. Ich begrüße die Technologie, doch ich finde, sie sollte auf vernünftige Weise in ein soziales Netzwerk eingebaut werden…”

“Traurigerweise verblasst das Risiko, heutzutage als Promi verfolgt zu werden, im Vergleich zu der täglichen Gefahr, der die Öffentlichkeit allgemein ausgesetzt ist”, fuhr er fort.

“Die Person, die verfolgt wird, ist sich der mutwilligen Achtlosigkeit seiner Verfolger bewusst. Der Fußgänger, der die Straße überquert, oder das Auto, das eigentlich Vorfahrt hat, nicht. Dass aus einer solchen Verfolgungsjagd ein folgenschwerer Unfall entstehen kann, ist nicht nur theoretisch möglich, sondern aufgrund der gegebenen Umstände sogar unvermeidbar.”

Ein Gesetz, das eine “angemessene Distanz” zwischen den blutlüsternen Wölfen, also den schwer arbeitenden Fotografen, und ihren Objekten der Begierde vorschreibt, wäre eine Möglichkeit”, schlug Mayer vor.

“Eine Regulierung des Paparazziverhaltens ist eine angemessene Maßnahme auf die Tatsache, dass in einer Welt, in der ein jeder freien Zugriff zur Technologie hat, die persönliche Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist.”

Gewiss gewann Mayers eloquente Rede durch die Paparazzi, die vor dem Rathaus auf ihn warteten und ihn vermutlich nach Hause verfolgten, noch mehr an Bedeutung.