Mad Men Cast

AP Photo/Chris Carlson

Mad Men hat es erneut geschafft: Die Serie über eine Werbeagentur in den 60er-Jahren in New York wurde bei den Emmy Awards zum dritten Mal in Folge zum besten Drama gekürt und ließ dabei Vampire, liebenswerte Serienkiller und Drogenbarone - und Lost - im Hintertreffen.

Eine komplette Aufstellung aller Gewinner 62. Emmy Awards.

Für Lost war es eine besonders herbe Niederlage, bedeutete sie doch, dass die Serie es auch in ihrem letzten Jahr nicht geschafft hat, ihren Erfolg aus dem ersten Jahr zu wiederholen. Auch auf der Schauspielseite war Lost kein Glück beschert: Matthew Fox konnte bei seiner einzigen Nominierung nicht punkten, der Emmy ging stattdessen an Bryan Cranston von Breaking Bad. Auch Fox‘ Co-Stars aus Lost, Michael Emerson und Terry O'Quinn gingen leer aus.

Als beste Comedy gewann nicht der hoch favorisierte Newcomer Glee, sondern die ebenfalls neue Serie Modern Family. In den Schauspielkategorien durfte sich nur Jane Lynch für ihre Darstellung der gemeinen Cheerleader-Trainerin in Glee über einen Emmy freuen.

Kyra Sedgwick

Mathew Imaging/WireImage.com

Nach fünf Nominierungen in der Kategorie "Hauptdarstellerin in einer Drama-Serie" war es für Kyra Sedgwick endlich soweit:  Sie gewann für ihre Rolle einer zuckersüß wirkenden aber knallharten Kriminalpolizistin in The Closer. Und wir freuen uns immer, wenn wir Kevin Bacon im Publikum sehen, mit dem Sedgwick jetzt schon über 20 Jahre zusammen ist.

Claire Danes

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Claire Danes erhielt ihren ersten Emmy für ihre Rolle in dem TV-Film Temple Grandin. Der Film erzählt die außergewöhnliche Geschichte einer autistischen Frau, deren Arbeit mit Zuchttieren letztendlich zu verbesserten Bedingungen in Schlachthäusern quer durch die USA führte.

Julia Ormond, die in dem Fernsehfilm ihre Mutter spielte, durfte sich ebenfalls über Emmy-Gold freuen.

George Clooney

Mathew Imaging/WireImage.com

Auch George Clooney fehlte am großen Abend des Fernsehens nicht. Er war der vierte Empfänger des "Bob Hope Humanitarian Award" für sein soziales Engagement.

"Bob und Dolores Hope sind die besten Versionen des Begriffs ‘Promi", sagte der Filmstar, nachdem er den Emmy von seiner ehemaligen ER-Kollegin  Julianna Margulies entgegengenommen hatte. "Von dieser Sorte gibt es viele in diesem Saal. Es gibt auch einige, die nicht so sind, aber deren Namen werde ich jetzt nicht nennen."

"Es ist wichtig, dass wir uns daran erinnern, wie viel Gutes man tun kann, denn wir leben in seltsamen Zeiten, in denen schlechtes Benehmen das Einzige ist, worauf sich die Presse konzentriert", fuhr Clooney fort.  

"Ich habe angeboten, dass ich in den Sudan fahre und mir dort vielleicht eine kleines Missgeschick mit meiner Kleidung passiert, aber ich bin 49 und man wurde sich dann schnell einig, dass dieser Anblick einfach nur verstörend und irgendwie traurig wäre", witzelte er.  

"Wenn es ein Unglück gibt, will jeder helfen… Der schwierige Teil kommt sieben Monate später, fünf Jahre später… Und ehrlich gesagt scheitern wir hier kläglich. Das ist eine Tatsache. Ich scheitere dabei."

"Vielleicht findet ja eine kluge Person hier im Saal oder zu Hause am Fernseher eine Möglichkeit, wie wir an diese schlimmen Situationen erinnern können, lange nachdem die Kameras ausgeschalten wurden. Das wäre eine beeindruckende Leistung. Danke."

Jimmy Fallon war der Moderator der Emmy Awards und überzeugte besonders mit seinen Show- und Gesangsparodien.

"Ich danke der Academy, dass sie es zweimal hintereinander einem schwulen Mann erlaubten, die Emmys zu moderieren", betonte der Moderator von letztem Jahr, Neil Patrick Harris

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Einige der Gewinner findet ihr untenstehender Fotogalerie.

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