Lindsay Lohan

David McNew/Getty Images

Lindsay Lohan ist wieder frei, und da stellt sich natürlich die Frage, wie es jetzt weitergeht.

Zu diesem Zweck versammelten sich ihre Anwältin Shawn Chapman Holley, der Staatsanwalt und der neue Richter am Mittwochmorgen.

Lindsay selber war nicht bei der Anhörung. Kameras waren im Gerichtssaal nicht erlaubt, dafür hatten sich vor dem Gebäude eine große Anzahl von Reportern eingefunden. Holley gab ihnen gegenüber eine kurze Stellungnahme.

Gleichmal vorab: Ihre Dauerresiervung in der In-Bar Chateau Marmont kann Lindsay wohl voerst canceln.

Der Schauspielerin wurde angeordnet, in Kalifornien zu verbleiben, genauer gesagt, in ihrem Zuhause in West Hollywood, bis sie am 1. November ihren nächsten Gerichtstermin hat (zu dem Lohan aber nicht persönlich erscheinen muss.)

Falls sie den Auflagen Folge leistet, stehen die Chancen gut, dass sie auch wieder in andere Bundesstaaten reisen darf. Die Betonung liegt auf falls, denn Lindsays Vergangenheit zeigt ja deutlich, dass sie so ihre Probleme mit Regeln hat.

Hier die genauen Auflagen:

• Sie darf Kalifornien nicht verlassen und L.A. muss ihr Hauptwohnsitz bleiben
• Sie muss sich mindestens viermal wöchentlich einer psychiatrischen Behandlung unterziehen
• Als Teil eines 12-Stufen-Programms muss sie mindestens fünfmal die Woche zu Drogenmissbrauchstherapiegruppen gehen
• Sie muss mindestens siebenmal die Woche mit ihrem Drogenberater in Kontakt stehen
• Zweimal die Woche steht eine Verhaltenstherapie auf dem Programm
• Sie muss sich zweimal die Woche unangekündigten Drogen- und Alkoholtests unterziehen
• Chapman muss alle zwei Wochen an das Gericht Bericht erstatten

"Sie darf keinerlei Drogentests ausfallen lassen", sagte Fox, nachdem er bestätigte, dass Lohan aus dem Resnick Neuropsychiatric Hospital im UCLA Medical Center nach 20 Uhr am Dienstag entlassen worden war.

"Ihre Anwältin muss das Gericht alle zwei Wochen davon unterrichten, ob sie ihren Verpflichtungen nachgekommen ist. Sollte sie irgendwelche Termine dieser Auflagen versäumen, wird sie 30 Tage im Gefängnis verbringen."

Mit anderen Worten: ein Fehler und die neu gewonnene Freiheit ist wieder dahin.

Es gab jedoch auch gute Nachrichten, denn die beiden Anklagepunkte wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss wurden fallen gelassen.

"Das wurde fallen gelassen, weil sie alles getan hat, was man von ihr verlangte", sagte Holley.

Die Anwältin schien sich auch sicher zu sein, dass Lindsay die Sache nun wirklich ernst nimmt.

"Sie nimmt das sehr ernst", sagte sie. "Sie freut sich darauf, das dem Gericht zu beweisen. Sie hat ihre Lektion gelernt und will nun einen besseren Lebensstil führen."

Vielleicht der erste Schritt in diese Richtung? Lindsay erschien nicht zur Premiere ihres Films Machete, der am Mittwochabend Premiere hatte.

"Die Vorführung findet heute Abend statt, und als ich mit ihr sprach, sagte sie, dass sie nicht vorhabe, daran teilzunehmen", erklärte Chapman. "Sie will sich in die richtige Richtung bewegen und ein glamouröser Auftritt mit Medienspektakel gehört da nicht unbedingt dazu. Sie hat sich verändert, sie ist gesund und hat einen klaren Kopf. Sie hat auch eine positive Einstellung und freut sich auf die Zukunft."

Als Lindsays Aufrichtigkeit angezweifelt wurde, verteidigte Holley ihre Mandantin.

"Sie hat Verantwortung übernommen. Sie begab sich direkt in Behandlung und tat alles, was man von ihr verlangte."

Holley wollte zu den Fragen bezüglich der Berichte, nach denen Lohan frühzeitig entlassen wurde, weil die ursprüngliche Diagnose falsch gewesen sei, nicht direkt Stellung nehmen. Sie lobte jedoch Lindsays neues Ärzteteam.

"Ich weiß nichts von einer Fehldiagnose. Sie haben quasi von vorn angefangen. Sie wurde neu eingestuft und die Ärzte erstellten ihre eigene Diagnose. Dadurch erkannten sie, dass nicht länger in der Klinik verweilen muss."

"Wir sind mit der Entscheidung des Gerichts sehr zufrieden", fügte sie hinzu. "Die Vergangenheit ist abgeschlossen."

Alle News zu Lindsay findet ihr hier.

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