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Vanity Fair

Nick Knight, exclusively for Vanity Fair

Lady Gaga ist auf dem Cover der September-Ausgabe von Vanity Fair abgebildet, ganz glamourös mit silbernen Haaren, die wohl derzeit in sind. Und wenn man sie kennt, dann weiß man, dass sie entweder was total Verrücktes trägt oder gar nichts, und dieses Mal entschied sie sich für letzteres.

In der Fotostrecke im Inneren des Magazin trägt sie jedoch jede Menge abgefahrene Kostüme und post auch ganz gekonnt, so wie man sie kennt. Der Begleitartikel hingegen ist ziemlich zahm.

Sie spricht größtenteils von ihren Little Monsters. Ernsthaft, wir mussten uns richtig Mühe geben, ein paar pikantere Sachen zu finden...

Offensichtlich sind ihre Fans ihre Motivation: "Ich will für euch das Richtige sagen und singen, und die Art von Melodie schreiben, die eure Gemütslage hebt."

Ihre Lebensphilosophie:  "Ich habe jedem Mann, mit dem ich zusammen war, in die Augen geschaut, und jeder Frau, mit der ich befreundet bin, und es wird nie etwas geben, was mir wichtiger ist als meine Fans. Es geht darum, sich selbst zu lieben. Ich will nicht, dass die Leute mich lieben, ich will, dass sie sich selbst lieben."

Bezüglich ihrer Beschriftung auf der Hermès-Handtasche erklärt sie: "Das ist die klassischste und ikonenhafteste Tasche der Welt, aber meine Fans haben dazu keinen Bezug, weil es etwas ist, das sie nicht besitzen... Meine Fans sind größere Ikonen als diese Tasche. Ich liebe Mode, aber nicht mehr als meine Fans. Deshalb hab ich das getan."

Auch wenn es um schlechtes Verhalten geht, sind die Fans für sie da. Als sie bei kürzlich bei einem Mets-Spiel der Welt den Stinkefinger zeigte und dann beim Spiel der Yankees ohne Hosen auftauchte und sich angeblich an die Brust fasste, war sie, wie sie eingesteht, angetrunken.  "Natürlich war ich im Yankee-Stadion betrunken" und da kam die wahre "24-jährige New Yorker Italienerin" zum Vorschein, die "etwas nuttenhafter" ist. Trotzdem macht sie sich wegen der schlechten Presse keine Sorgen. "Meine echten Fans wissen, wer ich bin und für was ich stehe und wofür ich mich einsetze. Meine Musik und die Shows sprechen für sich."

(Sie bestreitet übrigens, sich an die Brust gegriffen zu haben. "Warum sollte ich mir vor den Yankees an die Brust grapschen? Ich will ja keine Spieler anmachen.")

"Ich habe Sex, aber ich bin nicht leichtlebig." Na endlich mal was pikanteres! Sie fährt fort:

"Wenn ich mit jemand schlafe, habe ich die komische Befürchtung, dass mir derjenige die Kreativität durch die Vagina entzieht." Anscheinend scheint sie diese Angst jedoch langsam zu überwinden.

Sie redet auch über ihren Drogenkonsum, der größtenteils aus Kokain besteht, da sie vor Heroin "eine Höllenangst" habe. Sie nimmt es jedoch nicht mehr so oft. "Ich will nicht lügen, ich nehme es manchmal und damit meine ich ein paar Mal pro Jahr", sagt sie.

Sie will jedoch eine Sache klar stellen: "Wenn ihr das druckt, will ich auch, dass meine Fans zu lesen bekommen, dass sie das nicht nachmachen sollten. Man braucht keine Drogen, um toll zu sein."

Und das war's auch schon. Sie steht ja immer noch am Anfang ihrer Karriere und die Faszination am Ruhm und an bekannten Persönlichkeiten nimmt langsam ab. Sie deutet weiterhin an, dass es einige tragische Momente in ihrem Leben gab, verrät aber nichts Genaueres, sie weiß, dass sie sich das für später aufsparen will.

Im Moment ist sie weiterhin mit ihren Fan-Armeen beschäftigt und wie sie die ausbauen kann.

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Mehr zu Gagas modischen Extravaganzen gibt es in der Galerie "Fashion Spotlight: Lady Gaga".