Michael C. Hall, Dexter

Christian Weber/Showtime

Katherine Heigl wollte dieses Jahr nicht nominiert werden. Hier ist, was sie sich entgehen lässt:

Die Schauspielnominierungen in der Dramakategorie teilen sich dieses Jahr ganz harmonisch die, die dem Gesetz folgen und die, die es brechen.

Als Hauptdarsteller wurden nominiert: Jon Hamm für Man Men (wird derzeit nicht im deutschsprachigen Raum ausgestrahlt) und Michael C. Hall für seine Rolle als Serienmörder mit einem blutigen Herz aus Gold in Dexter (ab Herbst auf RL2). Außerdem noch nominiert: Hugh Laurie als dauerhaft launischer Arzt in Dr. House (RTL), Bryan Cranston, der als Mathelehrer in Breaking Bad heimlich ein Speed-Labor betreibt, Gabriel Byrne als Therapeut mit eigenen Problemen in In Treatment (beide Serien werden derzeit noch nicht im deutschsprachigen Raum ausgestrahlt), sowie der Gewinner aus dem letzten Jahr, James Spader für seine Rolle als Anwalt in Boston Legal (Vox).

Im Vergleich zu den Männern sieht es bei den weiblichen Darstellern etwas anders aus. Die Kategorie besteht komplett aus positiven Heldinnennfiguren -mit der Ausnahme von Glenn Closes furchteinflößender Anwältin in Damages (Kabel 1).

Neben Close wurden noch nominiert: Sally Field, die Gewinnerin aus dem Vorjahr, für ihre Rolle als Matriarchin in Brothers & Sisters (Pro Sieben), Kyra Sedgwick als unerschrockene Kommissarin in The Closer (Vox), Mariska Hargitay für Law & Order: New York (RTL2) sowie Holly Hunter für Saving Grace (wird derzeit nicht im deutschsprachigen Raum ausgestrahlt). Außer Closes und Fields Figuren sind alle im Namen des Gesetzes tätig.

Battlestar Galactica (RTL 2), das bereits für die Kategorie "Beste Dramaserie" ignoriert wurde, hatte leider auch in dieser Kategorie kein Glück. Mary McDonnell, die lange im Rennen war, schaffte es am Ende nicht auf die Nominiertenliste (die Serie ist jedoch für bestes Drehbuch und in vier Technik-Katergorien nominiert).

Terry O'Quinn ist dieses Jahr nicht dabei, um seinen letztjährigen Emmy in der Kategorie "Bester Nebendarsteller"  zu verteidigen - der Lost-Star ist nicht nominiert. Laut Los Angeles Times war er nicht mal auf der Liste der 10 Finalisten.

Sein Co-Star Michael Emerson hatte da mehr Glück. Er ist für einen Emmy nominiert, neben William Shatner für Boston Legal, Ted Danson und Zeljko Ivanek für Damages und John Slattery für Mad Men.

Naveen Andrews (Lost) und T.R. Knight (Grey’s Anatomy) waren laut Berichten unter den Finalisten, wurden aber letztendlich nicht nominiert.

Lost hatte dieses Jahr in den Schauspielkategorien wenig Glück - Emerson ist der Einzige, der nominiert wurde.

Heigl, die letztes Jahr in der Kategorie "Beste Nebendarstellerin" gewann gab freiwillig eine mögliche Nominierung im Vorfeld ab. Ihre Begründung, ihre Storyline wäre nicht anspruchsvoll genug gewesen, wurde als Schlag gegen die Drehbuchautoren von Grey's Anatomy (Pro Sieben) intepretiert.

Chandra Wilson und Sandra Oh scheinen bessere Texte gehabt zu haben, sie sind beide nominiert. Sie haben Candice Bergen aus Boston Legal, Rachel Griffiths aus Brothers & Sisters, Rachel Griffiths und Dianne West aus In Treatment zur Konkurrenz.

Robert Morse, der durch die 60er Jahre-Serie Wie man Erfolg hat, ohne sich besonders anzustrengen bekannt wurde, ist in der Kategegorie "Bester Gaststar" für Mad Men im Rennen. Weitere Anwärter: Stanley Tucci (ER), Glynn Turman (In Treatment), Robin Williams (Law & Order: New York), Oliver Platt (Nip/Tuck) und Charles Durning, Denis Learys Vater in Rescue Me.

Leary selber wurde in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller" nicht nominiert - das erste Mal in drei Jahren - und auch Patrick Dempsey, der den Preis für Grey's Anatomy noch nie bekam, wurde nicht nominiert.

Die HBO-Serie Big Love bekam nur eine Nominierung in der Kategorie Gaststar, dank Ellen Burstyn, die vor ein paar Jahren zu ihrer eigenen Überraschung für ihren Kurzauftritt in dem Fernsehfilm Mrs. Harris nominiert worden war.

Burstyn hat dieses Jahr wahrscheinlich auch nicht die besten Chancen, die Trophäe mit nach Hause zu nehmen, da sie starke Konkurrenz hat: Diahann Carroll (Grey's Anatomy), Anjelica Huston (Medium), Sharon Gless (Nip/Tuck) und Cynthia Nixon, die dieses Mal für ihren Gaustauftritt in Law & Order: New York nominiert wurde.

Die Preisverleihung findet am 21. September statt. Bilder von den Nominierten gibt's in unserer "Emmy-Nominierungen 2008"-Galerie.

 

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