Sharon Stone

Tony Barson/WireImage.com

Sharon Stone hatte mit dem Karma wohl nicht so ganz unrecht. Sie hat sich nur darin geirrt, wen das schlechte Karma treffen wird.

Die Schauspielerin hatte sich für ihre Kommentare, die sie letzte Woche in Cannes auf dem Roten Teppich machte, entschuldigt. Stone erhitzte die Gemüter von ganz China, als sie sagte, dass das Erdbeben, das bisher 68.000 Tote in China gefordert hat, vielleicht Karma sei für Chinas Tibetpolitik.

Es tut mir aufrichtig leid, dass ich mit meinen ungerechtfertigten Worten in diesem Interview die Gefühle des chinesischen Volkes verletzt habe“, so die 50-Jährige in einer Presseerklärung. "Ich würde mich gerne für eine Hilfsaktion einsetzen und den Opfern gerne persönlich helfen."

Sharon Stone wird wohl vorübergehend auch nicht sehr viel mehr tun können. Die Entschuldigung kam unmittelbar, nachdem das Haute-Couture-Haus Christian Dior bekannt gab, dass sie ihre Werbekampagne mit Sharon Stone in China stoppten. Sie war das Aushängeschild für Diors Kosmetiklinie Capture Totale.

"Wir wollen ganz klar unseren Kunden und Fans gegenüber zum Ausdruck bringen, dass ihre persönlichen Kommentare nicht die Meinung der Firma reflektieren und wir unterstützen in keinster Weise Bemerkungen, die unseren Kunden gegenüber verletzend sind", so der Konzern in einer Presseerklärung.

Stones Bemerkungen führten zu einem Aufschrei in China. Die staatliche Presseagentur Xinhua News Agency bezeichnete sie als "Feind der Menschlichkeit".

Die Veranstalter des Shanghai International Film Festivals haben die Schauspielerin und alle ihre zukünftigen Filme für immer aus dem Wettbewerb verbannt.

Die Beijing Times berichtete, dass die Zensurbehörde für ausländische Filme bereits sämtlichen zukünftigen Filmen der Schauspielerin ein Einfuhrverbot erteilt habe.

Wenn man dabei an Basic Instinct 2 denkt, ist das doch gar keine so schlechte Sache.

Stone brachte sich in diese Lage, als sie in einem kurzen – aber anscheinend nicht kurz genug - Interview mit Hongkong's Cable Entertainment News während des Filmfestival in Cannes gefragt wurde, was sie über das Erdbeben denkt.

"Ich bin nicht gerade begeistert über die Art und Weise, wie die Chinesen die Tibeter behandeln, denn ich persönlich denke, dass niemand das Recht hat, andere so schlecht zu behandeln", so Stone in dem Interview. "Dann kam das Erdbeben und all die Folgen und da dachte ich mir: ‚Ist das vielleicht Karma? Dass einem schlechte Dinge passieren, wenn man sich selber schlecht verhält?’"

Anscheinend kommt das, was man tut, wirklich in gleicher Münze zu einem zurück.

 

 

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