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Sarah Jessica Parker

Flynetonline.com

Sarah Jessica Parker flog vor ein paar Tagen nach England für ihre fast zweiwöchige, europäische Publicity-Tour für Sex and the City, die sie nach London, Berlin und Paris bringen wird.

Doch bevor Sie denken, das hört sich alles sehr nach Carrie Bradshaw an, sollten Sie wissen, dass sie nicht gerne für einen längeren Zeitraum von ihrem Mann Matthew Broderick und ihrem 5-jährigen Sohn James Wilkie getrennt ist.

„Ich spreche ungefähr dreimal am Tag mit ihm, und wir haben ein ganz eigenes System, wie wir in Verbindung bleiben“, erzählte mir Parker in einem Telefongespräch aus London. „Und ich muss sagen, Matthew meistert alles ganz hervorragend, was mich sehr beeindruckt.“

Ist das nicht niedlich? Doch jetzt sollten wir mal über Sex reden.

Lesen Sie weiter, und erfahren Sie mehr in unserem exklusiven Interview mit Sarah Jessica Parker, in dem wir über Mr. Big und ihre Lieblingsfolge von SATC sprechen und weshalb sich ihr Sohn die erfolgreiche Serie noch viele Jahre nicht anschauen darf…

 

Wie viele Outfits haben Sie für die Presse-Tour eingepackt?

[Lacht.] Vermutlich mehr als nötig. Aber wir sind hier ziemlich beschäftigt, deshalb müssen wir schon einige Outfits tragen. Das ist sozusagen vorgeschrieben. So rede ich mir das wenigstens ein.

Haben sie sich ein Paar alte Folgen angeschaut, um sich wieder mit ihrer Rolle im Film vertraut zu machen?

Ich ziehe es vor, mich lieber nicht selbst zu sehen. Außerdem war das Skript an sich schon aussagekräftig genug. [Regisseur und Drehbuchautor] Michael Patrick King kann die Geschichten dieser Frauen einfach hervorragend erzählen. Wir hatten keine Zeit für Proben, und er meinte nur: „Ihr habt doch alle sechs Jahre lang geprobt.“ Es ist schon unglaublich, wie schnell man sich in eine Rolle wieder einfindet.

Sie zieren das Titelblatt der jüngsten US-Ausgabe von Vogue. Die Aufnahmen von ihnen und Chris Noth sind fantastisch. Die Chemie scheint immer noch zu stimmen.

Es war alles unglaublich leicht mit Chris. Wir sind immer in Verbindung geblieben, schicken uns Emails und sind einfach sehr gute Freunde. Ich vergöttere ihn, und ich verbringe einfach unheimlich gerne Zeit mit ihm.

Ich habe einige meiner Freunde gefragt, was sie fragen würden, wenn sie die Möglichkeit hätten, Ihnen eine Frage zu stellen, und mindestens fünf sagten, sie wüssten gerne, welches ihre Lieblingsfolge ist.

Es fällt mir sehr schwer, mich auf eine festzulegen, da ich eines von acht Kindern bin, deren Mutter immer sagte: „Ich werde nie jemanden von den acht Kindern bevorzugen.“ Doch ich erinnere mich sehr gerne an die ersten Folgen, da wir damals noch herausfinden mussten, wie wir diese Geschichten erzählen wollen. Eine dieser Folgen ist “Valley of the Twenty-Something Guys”, weil sie ein bisschen düster ist, und die Erzählweise sehr erfrischend ist.

Wann haben sie realisiert, dass SATC auch nach dem Ende der Serie noch populär sein würde? Sogar Miley Cyrus sagte kürzlich, Sex and the City sei ihre Lieblingssendung.

Was?! Wirklich?

Ja.

Wow, das ist ja unglaublich! Während der Dreharbeiten zu der zweiten Staffel begann ich Dinge zu sehen, von denen mir bewusst war, dass sie in Verbindung zur Sendung standen. Wie beispielsweise Halsketten mit Namensschildern, die in dieser Generation noch nicht getragen wurden.

Und all die Schuhe.

Ja, und die Schuhe. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich bei einer Gepäckausgabe stand und ein Mann auf mich zukam und mir in einem fast peinlichen Tonfall ins Ohr flüsterte: „Ich mag Ihre Sendung.“ Da dachte ich mir: Wow, wir haben auf eine gewisse Art und Weise sogar die männlichen Zuschauer angesprochen.

Sie sind schon früh ins Showbusiness eingestiegen. Glauben Sie, Sie wären auch so bodenständig und normal geblieben, wenn es damals schon Dinge wie das Internet und die Paparazzi gegeben hätte?

Ich denke, das ist sehr schwer. Es ist schon schwer genug 15 zu sein, und dann noch unter die Lupe genommen und verfolgt zu werden, und nicht die Möglichkeit zu haben, eigenständig aufzuwachsen, und Fehler unter dem Ausschluss der Öffentlichkeit zu machen, ja, das denke ich ist sehr schwer für einen jungen Menschen.

Lassen Sie uns über den Broadway sprechen. Wann werden wir Sie wieder in einem Musical sehen?

Das hängt ganz von meinem Terminkalender und dem Leben meines Sohnes ab, und ob ich dabei die Möglichkeit habe zu Hause zu sein, um ihn ins Bett zu bringen. Ich meine ich kann nicht auf der Bühne stehen, wenn Matthew auf der Bühne steht. Wir können nicht gleichzeitig außer Haus sein. Es wird sicher auch mal die Zeit kommen, wo unser Sohn uns aus dem Haus haben will, doch momentan ist das noch nicht der Fall. Im Moment mag er uns noch und will uns um sich haben.

Bedeutet das dann, dass sie in den nächsten zehn Jahren erstmal nicht auf dem Broadway auftreten werden?

Ja, das ist richtig. In zehn Jahren kann er dann auf sich selbst aufpassen.

Wo heben sie all ihre Auszeichnungen auf, von denen es ja einige gibt?

Ich habe sie liebevoll auf einem Regal in meinem Büro aufgestellt.

Versucht James Wilkie manchmal damit zu spielen?

Wissen Sie, die befinden sich nicht einmal in Augenhöhe. Ich bin nicht jemand, der sie im Wohnzimmer zur Schau stellen würde, damit alle Gäste sie sehen. Wir haben nicht einmal Bilder von uns selbst im Haus aufgehängt, dafür aber ganz viele von unserem Sohn.

Wann darf er sich Sex and the City anschauen?

Mit 21.

Ich kann mir vorstellen, dass er sagen wird: “Mom, wie soll ich das meinen Freunden erklären?"

Ich glaube nicht, dass die überhaupt wissen, wer wir sind. Im Moment bin ich sowieso nur die Dame, die für die Geburtstagsparty bezahlt.

Erzählen Sie mir von dem neuen Sex and the City-Buch.

Wir haben noch mit niemandem darüber gesprochen. Wir haben das Buch zum Film herausgebracht, und das Interessante daran ist, dass sich eigentlich niemand im Klaren darüber ist, dass wir das Buch drucken mussten, bevor die Postproduktion abgeschlossen war. Ich habe soeben meine erste Kopie erhalten, und es schon irgendwie unglaublich, denn es handelt sich im Grunde um einen Director’s Cut in gedruckter Form.

Wissen Sie was? Die Tickets für den Film sind in Hollywood bereits ausverkauft. Wir müssen ins nahe gelegene Valley fahren.

Oh, das ist doch sogar noch besser! Es gibt nämlich hervorragendes mexikanisches Essen im Valley. Doch, das ist großartig! Ich hoffe der Film wird Ihnen gefallen, und ich hoffe, er wird auch unseren Zuschauern gefallen.