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Uma Thurman

AP Photo/ Louis Lanzano

Uma Thurman  muss sich keine Sorgen mehr machen.

Nach einer fast zweitägigen Beratung befand eine Jury in Manhatten einen Fan der Schauspielerin des Nachstellens und der Belästigung schuldig.

Die Jury, bestehend aus acht Männern und vier Frauen, verurteilte Jack Jordan wegen Nachstellung und Belästigung, und sprach ihn in zwei weiteren Anklagepunkten der minderschwerer Belästigung frei.

Jordan, ein arbeitsloser Pool-Reiniger, der bei seinen Eltern lebt, droht eine einjährige Haftstrafe, wenn nächsten Monat das Urteil gesprochen wird. Der New Yorker Richter Gregory Carro ordnete an, dass der Angeklagte, der in Handschellen abgeführt wurde, sofort für ein psychologisches Gutachten in Gewahrsam genommen wird.

„Ich habe während dieser Verhandlung viele beunruhigende Dinge über diesen Angeklagten gehört. Deshalb werde ich ein psychologisches Gutachten anordnen“, erklärte der Richter.

Jordans Anwalt, George Vomvolakis, ersuchte Carro darum, seinen Mandanten in Schutzhaft zu nehmen, da Jordan „aufgrund der Tatsache, dass er ein Stalker ist, mit bestimmten Drohungen rechnen muss und deshalb auch schon nach seiner Verhaftung im Gefängnis tätlich angegriffen wurde.“

Jordans nächster Gerichtstermin ist am 2. Juni.

Der liebeskranke, übereifrige Fan wurde im Oktober vor Thurmans Haus in Greenwich Village verhaftet, nachdem er die Schauspielerin und deren Familie über zwei Jahre hinweg mit unheimlichen Nachrichten bombardiert und ihr sogar auf dem Filmset von My Super Ex-Girlfriend in SoHo nachgestellt hatte in einem laut Jorden „unbeholfenen“ Versuch, sie kennenzulernen.

Jordan, 37, belästigte Thurmans Familie regelmäßig mit Anrufen und gestand ihrer Mutter einmal, dass er davon überzeugt sei, dass die Schauspielerin und er „füreinander bestimmt sind“.

Thurman, die letzte Woche den Zeugenstand betrat, sagte eine Karte, auf  der eine Zeichnung von einer enthaupteten Braut und einem Mann zu sehen war, der neben einer Rasierklinge stand, von der aus ein Pfeil in Richtung eines offenen Grabes zeigte, hätte sie „in völlige Panik versetzt“.

In einem anderen Brief gestand Jorden der Oscar-nominierten Schauspielerin seine ewige Liebe und drohte mit Selbstmord, sollte diese sich mit einem anderen Mann treffen.

Der aus Maryland stammende Angeklagte gab während seiner Aussage zu, in die 38-jährige, klassische Schönheit vernarrt gewesen zu sein, versicherte jedoch, seine Annäherungsversuche seien harmlos gewesen und seine Botschaften hätten nur „eine ironische, verdrehte Art von Humor“ zum Ausdruck gebracht.

„Es war eine unbeholfene und armselige Art und Weise, meine Gefühle für sie auszudrücken.“

Doch Thurmans Eltern betonten in ihrer Aussage, dass sie ihn mehrfach aufgefordert hätten, damit aufzuhören, er ihre Bitten aber ignorierte.

Jordan, der 2005 in eine psychische Anstalt eingewiesen worden war, behauptete dagegen, die Zeichnung der enthaupteten Braut seien als lustige Anspielungen auf Thurmans Rolle in den Kill Bill-Filmen gedacht gewesen.